Forschung

Projekt bezieht Messwerte aus Gebäudeinnerstem

Feuchtigkeitsmessungen, ohne das Gebäude aufzubrechen. Die Uni Wien und Heigl-Bau könnten mit Sensoren BIM und SHM auf die nächste Ebene bringen.

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Building Information Modeling und Structural Health Monitoring gewinnen im Bau an Bedeutung. Längerfristige verlässliche Messwerte über die Baukörper sind hier eigentlich unabdingbar. Doch die Technik ist noch nicht so weit wie der Wunsch.

Hier kommt ein erst wenige Monate altes Forschungsprojekt ins Spiel. Die Universität Wien und das Herzogenburger Bau- und Zimmereiunternehmen Heigl-Bau erforschen zusammen passive Sensoren, die gleich beim Bau mit einbetoniert werden. Die drahtlosen Geräte sollen Temperaturen, Dehnungen und Feuchtigkeit im Gebäude messen und abrufbar machen können. Ein besonders wichtiger Punkt: Sie müssen dauerhaft und ohne Strom funktionieren.

Diese passiven Sensoren sind eine bisher noch nie im Bau angewandte Technik. Die Anwendungsgebiete wären mannigfaltig und auch für die Nachhaltigkeit eines Baus relevant. So könnte beispielsweise früh erkannt werden, wenn in den Bau Feuchtigkeit eintritt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Ist das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft unterstützte Projekt erfolgreich, könnten Messungen aus dem Inneren des Bauwerks ganz einfach auf einem Mobilgerät abgelesen werden. Dieser praktische Umstand würden einen weiteren wichtigen Anspruch erfüllen: Der Baukörper müsste nicht teilweise zerstört werden, um an Messdaten aus seinem Inneren zu kommen.

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