Österreich

Planradar bekommt mehr als 30 Mio. Euro Finanzierung

Lesen Sie hier, wo das Geld her kommt und was die Pläne der Baudokumentations-App-Betreiber sind.

Planradar Digitalisierung Österreich

Geschäftsführung PlanRadar GmbH: Clemens Hammerl, Ibrahim Imam, Domagoj Dolinsek, Sander van de Rijdt, Constantin Köck (v.l.n.r.)

Planradar, spezialisiert auf die digitale Dokumentation am Bau, hat sich eine Wachstumsfinanzierung von mehr als 30 Mio. Euro geholt. Hauptkapitalgeber sind die Insight Partners aus New York und die Risikokapitalfirma e.ventures. Auch die bereits bestehenden Investoren haben sich an der Kapitalerhöhung beteiligt, darunter der staatliche aws-Gründerfonds.

Mit 30 Mio. Euro ist dies eine der größten Start-up-Kapitalerhöhungen in Österreich. Planradar will mit dem Geld weltweit expandieren, 2020 sind etwa Büros in Australien, Dubai, Russland und einigen EU-Ländern geplant, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. "Unser Ziel ist es, in diesem Jahr um 8.000 Neukunden auf insgesamt 15.000 Kunden zu wachsen", so Planradar-Geschäftsführer und -Mitgründer Ibrahim Imam.

>> HIER zum Blogbeitrag "Bringt 2020 die Wende für die Baubranche?" von Planradar-Migründer Sander van de Rijdt <<

Imam hat Planradar 2013 gemeinsam mit Domagoj Dolinsek, Sander van de Rijdt, Clemens Hammerl und Constantin Köck gegründet. Die fünf Gründer halten gemeinsam noch mehr als 50 Prozent an ihrem Unternehmen, wie aus dem "Wirtschafts-Compass" ersichtlich ist. Weitere Investoren sind neben dem Gründerfonds der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft (aws) der Berliner Frühphasenfonds Cavalry Ventures und die Berliner Volksbank Ventures. Dem neuen Kapitalgeber Insight Partners, der bereits in andere österreichische Start-ups investiert hat, gehört aktuell fast ein Fünftel von Planradar, e.ventures fünf Prozent.

Planradar hat eine Software für die Baudokumentation entwickelt, sie funktioniert im Browser sowie auf Handys und Tablets. Ursprünglich war das Programm für das Erheben von Mängeln gedacht, mittlerweile kann es viel mehr. Auf Basis eines digitalen Grundrisses oder Architektenplans kann jegliche Art von Information dokumentiert, kommuniziert und nachverfolgt werden. Das soll der - ineffizienten - Zettelwirtschaft am Bau ein Ende setzen und so den Beteiligten einiges an Kosten sparen. Planradar zählt u. a. die Strabag, Porr, Bilfinger, Siemens, die Rewe-Gruppe und CBRE zu seinen Kunden. (APA)

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