Freitag, 28. Dezember 2018 – Morning Briefing

Opal Tower erneut evakuiert – Niederländisches Wohnhaus als Beispiel gegen knappen Baugrund – Wiener Gartenpalais zum Verkauf

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Sydney: Kürzlich erbauter Turm scheint bereits unsolide – Niederlande: Architekt holt das meiste aus minimalem Baugrund heraus – Wien: Palais Rasumofsky zum Verkauf

Von
morning briefing Hamburg Hochhaus Straßenbau

Zitat des Tages:

„Aus qualitativer Sicht ist es selten sinnvoll, nachts zu arbeiten.“

Stefan Jung von der Geschäftsleitung des deutschen Straßen- und Tiefbauunternehmens Kemna, das derzeit an der A7 in Hamburg mitbaut. Derzeit wird in der Hansestadt versucht, die überfüllten Straßen schnell auszubauen. Experten aus dem Bau halten nicht alle Vorschläge, die vielen Baustellen so unsichtbar wie möglich zu machen, auch für sinnvoll. 

Bröckelnd solide

Bereits an Heiligabend mussten 3.000 Menschen den Opal Tower in Sydney, Australien, verlassen – ein lautes Knacken sei vernommen worden, später wurde ein Riss im Gebäude gemeldet. Zwei Drittel der Wohnungen wurden am Dienstag für sicher erklärt, 51 Einheiten des erst vor vier Monaten eröffneten Baus blieben aber weiterhin gesperrt. Nun wurde das Gebäude erneut evakuiert, die Baugesellschaft Icon betont, es handele sich dabei nur um eine Vorsichtsmaßnahme und die Struktur sei nach wie vor solide.

Kein Limit in der Breite

Im niederländischen Hilversum, südlich von Amsterdam,hat der René van Zuuk nun seinen Monumentalbau Belvedere Tower fertiggestellt. Das Wohnhaus des niederländischen Architekten ist kreuzförmig angelegt und wird nach oben hin breiter, wo auch mehr Wohnungen untergebracht sind. Aufgrund eines komplexen Kanalsystems direkt unter dem Turm, war der zur Verfügung gestellte Baugrund 450 Quadratmeter groß, was bei einer herkömmlichen Bauweise bei einer Maximalhöhe von elf Stockwerken nur 44 Wohneinheiten ermöglicht hätte. Durch dieses Design wurden allerdings 55 Wohnungen möglich.

Rasumofsky zu haben

Auf der Immobilienplattform des Auktionshauses Sotheby’s steht aktuell ein Wiener Gartenpalais zum Verkauf – Preis auf Anfrage. Das Palais Rasumofsky im dritten Bezirk wurde 1806 erbaut, umfasst mit seinem gesamten Areal 8.500 Quadratmeter und wurde 2003 von privaten Investoren saniert – seitdem hat das klassizistische Haus auch Swimmingpool und Dampfbad. Derzeit befindet es sich in Staatsbesitz. 

Unser Lesetipp des Tages: Müssen Häuser bei Erdbeben einstürzen?

Solid wünscht Ihnen einen guten Rutsch! Das nächste Solidbau Morning Briefing gibt es am Mittwoch, den 2. Januar 2019!

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