Energie

Neue Stromleitung und weitere Investitionen beim Verbund

Der heimische Energiekonzern Verbund hat eine 380-kV-Stromleitung zwischen Wien und dem ungarischen Györ in Betrieb genommen. Austrian Power Grid, die Netztochter des heimischen Stromkonzerns Verbund, will trotz Wirtschaftskrise bis 2020 eine Milliarde Euro investieren.

Österreich

Trotz Wirtschaftskrise und einem dadurch geringeren Stromverbrauch hält die Verbund-Netztochter Austrian Power Grid APG an ihrem langfristigen Investitionsprogramm ohne Einschränkungen fest: Es bleibt bei einer Milliarde Euro für den Zeitraum 2009 bis 2020, bekräftigt Vorstandsdirektor Thomas Karall.

Am 4. April ist eine zusätzliche Leitung von Wien nach Györ in Betrieb gegangen, von den 28 Millionen Euro für die 64 km lange 380-kV-Verbindung zum Stromexporteur Ungarn sind knapp 12 Millionen durch die EU gefördert.

Damit werde die Kapazität auch von der Windkraft-Region Nordburgenland Richtung Alpen verstärkt - Stichwort Speicherkraftwerke. Zum größten Vorhaben in der Pipeline, der 400 Millionen  Euro teuren Salzburg-II-Leitung, will man noch vor 2012 die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einreichen können.

Großer Widerstand in Salzburg

Nach Fertigstellung des ersten, 46 km langen Abschnitts der Salzburg-Leitung bis Frühjahr 2011 hoffe man Mitte oder Ende nächsten Jahres die UVP für den zweiten Abschnitt einreichen zu können, "wenn alles gut läuft". Man hoffe, dass das UVP-Verfahren kürzer sei als in der Steiermark mit damals drei Jahren.

Vor 2017 bis 2019 sei aber keine Inbetriebnahme der Salzburg-II-Verbindung zu erwarten, meinte Karall vor Journalisten. Eine Erdverkabelung sei nicht sinnvoll, bekräftigte der APG-Vorstand, man bemühe sich aber um einen Dialog mit den betroffenen Bürgern und Gemeinden.

Unter dem Strich werde in Salzburg mehr Leitung abgebaut als neu hinzukomme. Die Steiermark-Leitung sowie Salzburg I, beides im 11-Jahres-Masterplan enthalten, kommen auf 170 bzw. 115 Millionen  Euro.