Österreich

Linzer Autobahnbau: Zuschlag für österreichisch-italienische Arge

Zum Zug kommt unter anderem eine Spezialtiefbaufirma aus Wien.

f-pile ASFINAG Österreich Infrastruktur Linz

Für die Errichtung des ersten Abschnitt des Linzer Autobahnprojektes A26 hat die österreichisch-italienische Arbeitsgemeinschaft der Firmen f-pile GmbH (Wien), ICM Spa (Vicenza) und MAEG Costruzioni Spa (Vazzola) den Zuschlag erhalten. Das gab die Autobahngesellschaft Asfinag in einer Presseaussendung am Donnerstag bekannt. 133 Mio. Euro sind für eine Hängebrücke und Anschlussstellen veranschlagt.

Die ersten Arbeiten sollen noch heuer gestartet werden. Die Inbetriebnahme dieses ersten Abschnittes des insgesamt 4,7 Kilometer langen Autobahnprojektes durch Linz ist für 2023 geplant. Mit dem zusätzlichen Donauübergang und im Berg verlaufenden Auf- und Abfahrten zur B 127 und B 129 soll die bestehende Nibelungenbrücke um rund 20.000 Fahrzeuge pro Tag entlastet werden.

Der nunmehrige Zuschlag für die Bauarbeiten konnte erst nach einer europaweit ausgeschrieben Ausschreibung und nach einer Entscheidung das Bundesverwaltungsgericht Ende August erfolgen. Es wies den Einspruch eines unterlegenen Anbieters gegen die Vergabe der Bauarbeiten an das Konsortium unter Mitwirkung italienischer Partner ab.

Das Westring-Projekt wurde immer wieder durch Geldmangel und auch Einsprüche von Autobahngegnern unter anderem mit Umwelt- und Naturschutz-Argumenten verzögert. 2008 waren die Politiker von Land Oberösterreich und Stadt Linz davon überzeugt, dass der Baustart für die Donaubrücke Mitte 2009 erfolgen werde. Die Gesamtverkehrsfreigabe für den Westring war für 2014 vorgesehen, was aber nicht eintrat. 2015 wurde unter Protesten auf dem Linzer Hauptplatz eine Spatenstichfeier durchgeführt, an der Bundes-, Landes- und Stadtpolitiker teilnahmen. Damals war die Verkehrsfreigabe für das Gesamtprojekt für 2018 vorgesehen.

Nach dem Donauübergang sollen der Freinbergtunnel und ein Verkehrsknoten im Bereich des Hauptbahnhofes 2028/29 fertig sein. Die Arbeiten für den Anschluss an die Mühlkreisautobahn (A7) mit einer Brücke über die Westbahn und damit das gesamte aktuell 4,7 Kilometer lange Westring-Projekt sollen 2031/2032 abgeschlossen sein. Die Investitionskosten für die A 26 werden zu 85 Prozent von der Asfinag getragen, zehn Prozent übernimmt das Land Oberösterreich und fünf Prozent die Stadt Linz. Die Zukunft eines ursprünglich geplanten weiteren Teils nördlich der Donau mit einem weiteren Anschluss an die A7 ist ungewiss. (APA)

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