Mit Fotostrecke

Besondere Ansprüche ans Gebäude - die Akustik

Eines der umstrittensten Bauprojekte Wiens nimmt Gestalt an - der Rohbau ist fertig, ab 2013 starten die ersten Konzertesoll die Bespielung erfolgen. Hier ein Blick hinter die Kulissen und eine ausführliche Fotostrecke.

Österreich

Laut Hesse werden die Sängerknaben selbst an 50 bis 60 Tagen pro Jahr in ihrer neuen "Heimat" ihre glockenhellen Stimmen hören lassen. Außerdem sind drei bis vier Kinderoper-Produktionen pro Saison vorgesehen. Workshops speziell für Kinder und Jugendliche mit Fokus auf Instrumentenkunde oder Gesang soll es ebenso als fixe Programmpunkte geben.

Daneben plant man Kooperationen mit Schulen und Unis. Die Ausgestaltung des Saales erlaube aber auch Kammermusik-, Sprechtheater- oder Tanzaufführungen, versicherte die Geschäftsführerin.

Besondere Ansprüche ans Gebäude: Der Klang


Für die Akustik zeichnet Karl Bernd Quirling verantwortlich, der etwa bereits den Gläsernen Saal im Musikverein oder das neue Musiktheater in Linz konzipiert hat. Der Raum solle vor allem den "barocken Klang" zur Geltung bringen, erklärte Hesse. Um den gewünschten Effekt zu erreichen, werden an den Seitenwänden geschuppte Holzpaneelen zwecks optimaler Schallverteilung angebracht, so Quirling.

Darüber hinaus spielt die Bestuhlung eine wesentliche Rolle. Durch dicke Polsterung, hölzerne Lehnen und die Aussparung der Lochung an den Unterseiten der Sitzflächen soll der Klang auch bei geringer Auslastung bestmöglich sein.

Um verschiedene Varianten im Vorfeld auszuprobieren, haben Quirling und sein Team ein Versuchsmodell angefertigt, mit dessen Hilfe akustische Messungen vorgenommen wurden und so die Optimierung des Raumklangs erzielt werden konnte. (pm/apa)