Österreich

Grüne kritisieren "Ökoschmäh" bei neuer Lkw-Maut

Hier finden Sie die Argumente, die gegen die neue Regelung der Asfinag ins Treffen geführt werden.

Österreich ASFINAG

Die Ökologisierung der Lkw-Maut ist ein "Ökoschmäh", kritisiert der Verkehrssprecher der Grünen, Georg Willi. Denn im Gegensatz zu früher seien nun die Unterschiede in der Mauthöhe zwischen "alten Stinkern" und neuen Euro VI-Lkw geringer, wodurch es für die Frächter weniger Anreize für eine Erneuerung des Fuhrparkes gebe.
 
Willi rechnete am Donnerstag in einer Aussendung vor: Ein 40-Tonner zahlte bisher zwischen 32,97 Cent (die modernsten Lkw) und 44,73 Cent (die ältesten Lkw) pro Kilometer. Jetzt zahlen alle 38,26 Cent Grundmaut - mit einer temporären 1-Cent-Verbilligung für Euro VI. Auf diese Grundmaut werden dann Lärm-und Schadstoffkosten aufgeschlagen. "In Summe führt dieser Trick dazu, dass zwar weiterhin ein Mautunterschied zwischen ältesten und neuesten Lkw besteht. Dieser wird 2017 aber verkleinert", so Willi.
 
Die Schuld an dem "miesen Trick" sieht Willi sowohl bei den Frächtern wie auch beim damaligen Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ). Demnach habe die Wirtschaftskammer Stöger die jetzige Mautlösung "aufs Auge gedrückt". (APA)