Deutschland

Deutsche Baubranche im September mit bestem Neugeschäft seit 1995

Starker Wohnungsbau und staatliche Infrastrukturinvestitionen treiben unsere Branche weiter an,

Deutschland Konjunktur

Der Immobilienboom in Deutschland beschert der Baubranche weiter brummende Geschäfte. Im September stiegen die Auftragseingänge gemessen am Vorjahresmonat um 8,6 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro, teilte das deutsche Statistische Bundesamt am Montag mit.

Ein besseres Neugeschäft in einem September hatte das Bauhauptgewerbe zuletzt vor 24 Jahren verzeichnet: 1995 hatten die Auftragseingänge im Bauboom nach der Wiedervereinigung 7,6 Mrd. Euro erreicht.

Bereinigt um den Effekt von Preissteigerungen und Arbeitstagen lag das Plus in diesem September bei 1,4 Prozent. In den ersten neun Monaten 2019 wuchsen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 9,6 Prozent und bereinigt um 4,0 Prozent.

Der starke Wohnungsbau und höhere staatliche Investitionen in die Infrastruktur treiben die Baubranche seit längerem an. 2018 war der Umsatz am Bau um 11,3 Prozent auf den Rekordwert von 127 Mrd. Euro gestiegen. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) ebenso wie etwa von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Die Wiesbadener Statistiker untersuchen für ihre Berechnungen Betriebe mit mindestens 20 Mitarbeitern.

Das Bauhauptbewerbe peilt für das zu Ende gehende Jahr ein Umsatzplus von mehr als 6 Prozent an. 2020 soll es ein Wachstum von knapp 5 Prozent auf fast 131 Mrd. Euro geben, erwartet die deutsche Bundesvereinigung Bauwirtschaft. Werden die Sparten Gebäudetechnik und Ausbau hinzugezählt, rechnet der Verband für 2020 insgesamt mit einem Umsatzplus von gut 4 Prozent auf rund 370 Mrd. Euro, nach 5 Prozent heuer. (APA)