Deutschland

D: Baugewerbe gegen Baustellenschließungen

Hier die Argumentation des Präsidenten des zuständigen Verbands.

Deutschland Coronavirus

ZDB-Präsident Claudius Pflug

Auch in Deutschland droht bei einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus ähnlich wie derzeit in Österreich eine weitestgehende Stilllegung des Baubetriebs. Für die Gesamtwirtschaft im Lande wäre das ein denkbar schlechtes Szenario, meint Reinhard Quast, der Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Er argumentiert gegen die Schließung von Baustellen:

„Zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts wie auch des wirtschaftlichen Lebens in Deutschland ist es existentiell wichtig, neben dem Gesundheitsschutz, die Wirtschaft, wo immer möglich, am Laufen zu halten. Gerade die Bauwirtschaft ist mit ihrer dezentralen Struktur sehr gut geeignet, zu einer Stabilisierung der Volkswirtschaft beizutragen.“ 

Mit rund 10 Milliarden Euro Umsatz im Monat sei die Bauwirtschaft eine wesentliche Stütze für den Binnenkonsum und die Volkswirtschaft. Quast sieht auch keine Notwendigkeit für eine pauschale Stilllegung des Baubetriebs: „Denn wenn einzelne Betriebe oder Baustellen unter Quarantäne gestellt werden, kann in anderen Regionen trotzdem gebaut werden. Dabei hilft auch die relativ starke Regionalität der Baustoffhersteller zur Versorgung der Baustellen. Die Bauwirtschaft ist vergleichsweise weniger von globalen Lieferketten abhängig.“