Mittwoch, 09. Januar 2019 – Morning Briefing

Baupreise werden 2019 weiter steigen – Mehr Wiener Büros seit langem – Eigenheimkrise in Großbritannien mit Lichtblick

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Deutschland: Baupreise werden weit stärker als Inflation steigen – Wien: Höchstwert in Fertigstellung von Büros – Großbritannien: Baby-boomers in Pension könnten Eigenheimkrise abwenden

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Zitat des Tages:

“Die Preiserhöhungen der letzten acht Jahre werden 2019 in den USA kontinuierlich zurückgehen und der Immobilienmarkt in Megastädten wie New York, Washington DC und Los Angeles werden das stark zu spüren bekommen.“

Susan Wachter, Professorin für Immobilien und Finanzen an der Wharton School der University of Pennsylvania.

Wachstum täuscht

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet in seiner neuesten Prognose, die heute offiziell veröffentlicht wird, mit einem weiteren starken Anstieg der Baupreise für 2019 – weit stärker als die Inflation. Das liege nicht nur am Fachkräftemangel, sondern auch an den hohen Fördermitteln der deutschen Bundesregierung, die „den bereits starken Preisauftrieb weiter anschieben“, so die Studie, die im Auftrag des Bundesbauministeriums jedes Jahr durchgeführt wird. Das Plus von etwa zehn Prozent, das 2018 für den Wohnungsbau ausgegeben wurde, sei demnach auch skeptisch zu betrachten – „Ein Großteil des Wachstums dürfte in überdurchschnittlich gestiegene Preise gegangen sein.“

Mehr Büros

2018 wurden die meisten Büros in Wien seit über zehn Jahren fertiggestellt – insgesamt 260.000 Quadratmeter. Das liegt nicht zuletzt an Großprojekten wie dem Austria Campus (160.000 m2) am Praterstern, dem Icon Vienna (74.200 m2) am Hauptbahnhof oder dem ViE (13.800 m2) an der Erdberger Lände. Co-Working-Spaces haben sich mit 13 Prozent Anteil an der Gesamtvermietungsleistung gesteigerter Beliebtheit erfreut. Beispiele sind Talent Garden in der Liechtensteinstraßeund Spaces im Square Plus, doch auch das Icon Vienna bietet 5.000 Quadratmeter an flexibler Bürofläche.

Baby-boomers in Pension

Die britische First-buyer-Krise – weniger junge Erwachsene können sich noch ein Eigenheim leisten – hat laut einigen Ökonomen einen Silberstreifen am Horizont. In den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten würden demnach viele der zwischen 1940 und 1960 geborenen Briten ihre Eigenheime verkaufen oder ihren Nachkommen überlassen, um in kleinere Wohnungen oder Altersheime zu ziehen. Durch entsprechend mehr Angebot am Markt würden die Preise gedrückt.

Unser Lesetipp des Tages: Immo-Markt-Abkühlung in London durch Brexit?

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