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WKÖ fordert von nächster Regierung Neuauflage des Handwerkerbonus

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Noch haben die Neuwahlen gar nicht stattgefunden, doch schon bearbeitet Lobbying die nächste Bundesregierung: Diese sei gut beraten, für eine Erweiterung und Höherdotierung des Handwerkerbonus zu sorgen, forderte die Wirtschaftskammersparte Gewerbe und Handwerk am Freitag. Schließlich sei das Fördervolumen von 20 Millionen Euro für heuer ausgeschöpft. Der Bonus soll für weniger Pfusch sorgen.

Ob der Handwerkerbonus neu aufgelegt wird, ist allerdings offen. Im Gesetz steht, dass die Fördermaßnahme endet, wenn das Wirtschaftswachstum über 1,5 Prozent liegt. Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) wollte den Handwerkerbonus zuletzt ab 2018 auslaufen lassen. Ö1 berichtete am Freitag unter Berufung aufs Finanzministerium, der Handwerkerbonus werde evaluiert, eine etwaige Fortführung sei Sache der nächsten Regierung.

Aus Sicht der Standesvertretung handelt es sich um eine Erfolgsgeschichte. "Der Mitteleinsatz liefert eine immense Hebelwirkung für Betriebe und Konsumenten. Eine Fortsetzung des Handwerkerbonus in der nächsten Legislaturperiode wäre aus Sicht von Gewerbe und Handwerk eine grundvernünftige und notwendige Entscheidung", so die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, in einer Aussendung.

"Die neue Bundesregierung ist gut beraten, wenn sie auf das bereits bewährte Instrument des Handwerkerbonus im Interesse der Konsumenten und Betriebe setzt", fordert Scheichelbauer-Schuster. "Aufgrund des Erfolgs des Handwerkerbonus sollte die künftige Regierung für eine Ausweitung und Höherdotierung dieser wichtigen konjunkturellen Maßnahme gerade für Kleinbetriebe sorgen." Studien würden zeigen, dass der Handwerkerbonus einen Mehrwert für Unternehmen und Kunden schaffe. (APA)