Freitag, 19. April 2019 – Morning Briefing

Wird elektronischer Immobilienkauf möglich? – Südtiroler Bauwirtschaft optimistisch – Immer mehr Holz im österreichischen Bau

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Kalifornien: Seekrank im Eigenheim – Europa: Grundbucheintragung per Video – Südtirol: Optimistische Baubranche trotz Rückgang bei Genehmigungen – Österreich: Holz kaum bei öffentlichen Bauaufträgen

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morning briefing Italien Immobilien Holz Bauwirtschaft

Zitat des Tages:

„Wenn man seekrank wird, sollte man sich etwas anderes suchen.“

Cari Gennarelli, Makler beim kalifornischen Immobilienunternehmen Marin Modern, über den neuen Trend zu sogenannten „floating homes“. Die „treibenden Häuser“ unterscheiden sich von Hausbooten, da sie keinen Motor haben und sich nicht selbst fortbewegen können. 

Ein Haus per Video kaufen

Am 25. und 26. April wird bei den Europäischen Notarentagen in Salzburg unter anderem Thema sein, ob der elektronische Kauf von Immobilien möglich ist. Bei der Grundbucheintragung hat das Frankreich im Oktober 2018 das erste Mal geschafft. Ziel könnte sein, dass sich zwei Parteien nicht mehr persönlich zum Unterschreiben treffen, sondern jeder bei seinem eigenen Notar den Kaufvertrag unterschreiben kann, der per Videokonferenz verlesen wird. 

Optimismus gerechtfertigt? 

Laut der Frühjahrsausgabe des Wirtschaftsbarometers des Instituts für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen stehen die Zeiger im Südtiroler Baugewerbe weiter auf Hochkonjunktur. Mehr als neun von zehn Unternehmen sind mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden und sogar noch mehr sind 2019 gegenüber zuversichtlich. Die Umsätze nahmen 2018 zu, vor allem im Hochbau. Teilweise ist das auf die gestiegenen Verkaufspreise zurückzuführen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Baugenehmigungen diesen Frühling allerdings um fast 40 Prozent zurückgegangen. 

Bau kaum auf Holz

Holz wird im österreichischen Bau immer beliebter, aber nicht überall gleich schnell. Seit 1997 wuchs der Anteil von Holzhäusern, die von Zimmereibetrieben errichtet wurden, von elf auf 28 Prozent. Zum größten Teil stammten die Betriebe aus Niederösterreich, wo auch überwiegend gebaut wurde. Im öffentlichen Bau sieht es derweil – auch in Niederösterreich – anders aus. Holz macht etwa acht Prozent des gesamten Bauvolumens aus, da es bei öffentlichen Aufträgen eher nur bei Kleinst- und Nebengebäuden eingesetzt wird.

Unser Lesetipp des Tages: Wie werden Baumaschinen und Baustoffe digitalisiert?

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