12. OKTOBER 2020 – DAS MORNING BRIEFING AM MONTAG

Wiener Büroimmobilien – HeidelbergCement – NÖ Bauwirtschaft – Immofinanz – Airbnb – Signa Prime Selection – Renovieren in Österreich

Das Wichtigste der letzten Tage kompakt. So starten Sie top-informiert in die Woche.

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Zitat der Woche:

"Es zeichnen sich zwei Trends ab, die sich quantitativ in etwa ausgleichen werden“,

sagt EHL-Gewerbeimmobilien-Geschäftsführer Stefan Wernhart über den Wiener Büromarkt. Der große Einfluss: Corona. Durch Remote Working würden Flächeneinsparungspotenziale durch eine Reduktion der fixen Büroarbeitsplätze frei und statt Großraumbüros wieder mehr kleinteiligere Strukturen benötigt, um die Abstände zwischen den Schreibtischen zu erhöhen. (apa/red)

Auf Zement gebissen

Der Zementhersteller HeidelbergCement ist mit dem Einspruch gegen ein EU-Verbot zur Übernahme von Cemex Croatia, dem größten Zementhersteller in Kroatien, gescheitert. Das Gericht der Europäischen Union gab dem Entscheid der EU-Wettbewerbshüter, die  2017 HeidelbergCement und Schenk den 250-Millionen-Euro-Zukauf untersagt hatten, recht. Ausschlaggebend waren Bedenken, dass die Übernahme den Wettbewerb in dem Land auf den Märkten für Grauzement vermindert und zu Preiserhöhungen geführt hätte. (apa/red)

Plus und Minus

Laut Statistik Austria gab es bis Ende Juni dieses Jahr Aufträge in Höhe von über 2,73 Milliarden Euro für Niederösterreichs Bauwirtschaft. Das ist um 11,7 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: In Österreich gesamt sind die Aufträge aber um 1,5 Prozent gesunken. Die Bauproduktion kam in diesem Zeitraum in Niederösterreich auf 3,45 Milliarden Euro, das ist ein Minus von 3,8 Prozent gesunken. Österreichweit: minus 4,3 Prozent.

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Besorgungen

Die Immofinanz AG hat sich Geld vom Kapitalmarkt geholt. Laut Unternehmen wurde eine nicht nachrangige, unbesicherte Anleihe im Volumen von 500 Millionen Euro erfolgreich platziert. Der Bond ist den Angaben zufolge mit einem Fixzinssatz von 2,5 Prozent ausgestattet. Die Laufzeit betrage sieben Jahre. Der Nettoerlös aus der Begebung der Anleihe werde für die „Refinanzierung von bestehenden Verbindlichkeiten, zur Nutzung von wertschöpfenden Wachstumschancen und für allgemeine Unternehmenszwecke“ verwendet. (apa/red)

Brandverletzung

Die Zimmervermittlungsplattform Airbnb soll zwischen Mitte 2019 und Mitte 2020 mehr als 1,2 Milliarden Dollar verbrannt. Den größten Bargeldabfluss habe es im ersten Quartal dieses Jahres wegen Rückerstattungen aufgrund der Viruspandemie gegeben. Das berichtet die Technologie-Website "The Information". Airbnb äußerte sich nicht dazu. Reuters berichtete jüngst, dass Airbnb bei seinem bevorstehenden Börsengang rund 3 Milliarden Dollar einsammeln will. (apa/red)

Flagschiff macht sich bezahlt

Die Signa Prime Selection AG der Signa-Gruppe schüttet für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 201 Millionen Euro aus. Der Jahresgewinn hat sich von 416 Millionen auf 838 Millionen Euro erhöht, unter anderem weil die Immobilien höher bewertet wurden. Der AG gehören Luxus-Einzelhandelsimmobilien wie das Berliner KaDeWe und das Goldene Quartier in Wien. Über Holdinggesellschaften und Stiftungen kontrolliert René Benko die Mehrheit von Signa Prime. (apa/red)

Smart Home vorstellbar

Laut einer Umfrage von ImmoScout24 ist knapp jedem zweiten Österreicher Nachhaltigkeit beim Renovieren wichtig. Ein Drittel der Befragten hat in den vergangenen beiden Jahren gebaut oder renoviert, mehr als ein Viertel plant ein Projekt in den kommenden zwei bis drei Jahren. Isolierung, Beschattung und neue Fenster genießen besondere Priorität. Auch die Umsetzung von Smart Home-Lösungen können sich 22 Prozent zumindest eher vorstellen. Was in geringerem Maße auf der Agenda steht, sind die Installation von Klimaanlagen (17 Prozent) und Sprachassistenten (15 Prozent). (apa/red)

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