Österreich

Wieder Razzien bei Baufirmen

Lesen Sie, was Strabag, Porr & Co. vorgeworfen wird.

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Bei österreichischen Baufirmen hat es am Dienstag Hausdurchsuchungen gegeben. Strabag und Porr haben Razzien in ihren Unternehmen bestätigt. Die Behörden verdächtigen die Firmen der illegalen Preisabsprachen. Die Ermittlungen laufen bereits seit 2017, auch damals hat es schon Hausdurchsuchungen bei einer Vielzahl von Firmen gegeben.

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"Die Bundeswettbewerbsbehörde führt derzeit als Schwerpunkt Ermittlungen wegen kartellrechtswidriger Preisabsprachen im Bausektor durch. Wir arbeiten hier in enger Kooperation und Koordinierung mit der WKStA. Die derzeit laufenden Maßnahmen erfolgen durch die WKStA", teilte die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) auf Anfrage der APA mit.

Im Fokus seien Projekte in Österreich aus den Jahren 2006 bis 2015, der größte Teil beziehe sich auf den Verkehrswegebau "bei einer Reihe österreichischer Bauunternehmen", hieß es in einer Aussendung der Strabag. Bei der Strabag waren heute fünf Niederlassungen betroffen, bei Porr auch Standorte der TEERAG-ASDAG. Strabag und Porr bekennen sich zur vollen Kooperation mit den Behörden und wollen zur Aufklärung des Falles beitragen. Beide Firmen untersuchen die Vorwürfe auch intern.

Im Mai 2017 hatte es geheißen, dass es um den Verdacht auf illegale Preisabsprachen unter anderem beim Bau von Autobahnen und Landstraßen gehe, etwa auf der Pyhrnautobahn, der Südautobahn und der Koralm-Bahnstrecke. Der gesamte Projektwert der betroffenen Aufträge liegt Hausdurchsuchungsbefehl bei 100 Mio. Euro. Die Bauunternehmen sollen von 2008 bis 2014 untereinander abgesprochene Scheinangebote gelegt haben. Somit wäre schon vorher klar gewesen, wer einen gewissen Auftrag bekommt. Jene Firma, die nicht zum Zug kam, soll von derjenigen, die den Auftrag erhielt, eine Abschlagszahlung bekommen haben. (APA)