Tipps für Unternehmer

Wie geht Arbeitszeit?

Am 5. Juli hat der Nationalrat die Novelle zum Arbeitszeitgesetz beschlossen, mit 1. September tritt sie in Kraft. Betriebe haben damit die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter zu Spitzenzeiten bis zu zwölf Stunden am Tag zu beschäftigen. Was Sie als Betriebsleiter oder Unternehmer wissen müssen.

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Überstunden Österreich Recht & Geld Tipps für Unternehmer
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Die Situation: Sie wollen Überstunden anordnen, die die derzeit geregelte Höchstarbeitszeit von zehn Stunden am Tag und 50 Stunden die Woche (Normalarbeitszeiten sind und bleiben acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich) überschreiten.

Das ist Sache: Das geht mit dem neuen Gesetz. Die Höchstarbeitszeit liegt ab September bei 12 Stunden am Tag und 60 Stunden in der Woche. Innerhalb von vier Monaten darf Ihr Mitarbeiter aber nur 48 Stunden maximal arbeiten, ständige Überstunden gehen also nicht. Der Mitarbeiter darf ohne Angaben von Gründen ablehnen.

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Die Situation: Sie wollen Überstunden anordnen, die die derzeit geregelte Höchstarbeitszeit von zehn Stunden am Tag und 50 Stunden die Woche (Normalarbeitszeiten sind und bleiben acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich) überschreiten.

Das ist Sache: Das geht mit dem neuen Gesetz. Die Höchstarbeitszeit liegt ab September bei 12 Stunden am Tag und 60 Stunden in der Woche. Innerhalb von vier Monaten darf Ihr Mitarbeiter aber nur 48 Stunden maximal arbeiten, ständige Überstunden gehen also nicht. Der Mitarbeiter darf ohne Angaben von Gründen ablehnen.

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Die Situation: Sie sind mit der Ablehnung von Überstunden seitens Ihres Mitarbeiters nicht zufrieden.

Das ist Sache: Die Ablehnung war auch ohne Angabe von Gründen, sofern zehn bzw. 50 Stunden überschritten würden, rechtens und der Mitarbeiter könnte eine Kündigung bei Gericht anfechten.

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Die Situation: Die Überstunden wurden angenommen – wie werden sie nun abgegolten?

Das ist Sache: Ihr Mitarbeiter darf selbst entscheiden, ob seine Überstunden in Geld oder Zeitausgleich abgegolten werden. Ihnen obliegt diese Entscheidung nicht.

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Die Situation: Gilt die Novelle auch für Sonn- und Feiertage?

Das ist Sache: Grundsätzlich nicht. Ab dem ersten September können aber durch eine Betriebsvereinbarung Ausnahmen zugelassen werden – aber auch nur dann, wenn es einen vorübergehenden, besonderen Arbeitsbedarf gibt. Gibt es keinen Betriebsrat, ist die Vereinbarung zum Brechen der Sonn- oder Feiertagsruhe schriftlich mit jedem einzelnen Mitarbeiter zu treffen.

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Die Situation: In der Betriebsvereinbarung ist nun Arbeit an Sonn- und Feiertagen erlaubt. Gilt das immer?

Das ist Sache: Mitnichten. Auch wenn die Vereinbarung besteht, darf Ihr Mitarbeiter nur an insgesamt vier Wochenenden oder Feiertagen im Jahr arbeiten. Die vier Wochenenden dürfen auch nicht aufeinander folgen. Der Arbeitnehmer darf übrigens auch diese Mehrarbeit ablehnen – grundfrei und ohne deswegen gekündigt werden zu können.