Tagung

Wie alte Gebäude in Passivhäuser verwandelt werden

Aktuelle Projekte in Schweden und Spanien zeigen, dass auch Altbauten noch eine Chance auf Energieeffizienz haben.

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Passivhäuser können aufgrund ihrer Wärmedämmung und ihrem niedrigen Lüftungswärmeverlust auf klassische Gebäudeheizungen verzichten.

1991 baute der Physiker Wolfgang Feist das erste Passivhaus in Darmstadt-Kranichstein. Keine 30 Jahre später muss man nur mehr den wenigsten erklären, was ein Passivhaus ist. Die meisten haben zumindest schon davon gehört – und das auf der ganzen Welt. Das zeigt auch die internationale Passivhaustagung in München, die heuer schon zum 22. Mal stattfand.

Dort präsentierten Architekten ihre neuesten Projekte im Segment Passivhaus - und sind ziemlich aktiv dabei. So hat sich beispielweise Schweden das Ziel gesetzt, bis 2050 seine Treibhausgasemissionen um 80 Prozent zu reduzieren. Ein ambitioniertes Ziel, für das viele Häuser aus den 60ern und 70ern energiesparend gemacht werden sollen. Das soll mit gebäudeintegrierter Solartechnik funktionieren, erklärt der schwedische Architekt Ingo Theoboldt auf der Passivhaustagung. Die Solartechnik an Fassaden und auf Dächern alter Häuser hätte großes Potential, glaubt Theoboldt. Die Herausforderung seien derzeit noch die Installationskosten.

Auch in Spanien bemüht man sich um Gebäude aus den 1970er Jahren. Oliver Style vom Ingenieurbüro Progetic in Barcelona präsentierte ein Projekt, bei dem Altbauten mit Passivhaus-Komponenten ausgestattet werden. Da kein Eingriff auf die Außenfassade des Hauses erlaubt war, wurde hier vor allem mit Dämmung gearbeitet. Die Kosten dafür lägen bei 1185 Euro pro Quadratmeter.

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