Mittwoch, 24. Juli 2019 – Morning Briefing

Weißer Hautkrebs am Bau – Zeitlimit für Airbnb? – Brückensanierungen viel teurer

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Sommer: Warnung vor weißem Hautkrebs bei Bauarbeitern – Nächtigungstourismus: Wien überlegt Zeitlimit für Online-Plattformen – Sanierung: Deutschlands Brücken kosten immer mehr in Erhaltung

Von
Airbnb Wien Sanierung Brücken Bauwirtschaft

Zitat des Tages:

„Wenn alle von der Mietpreisbremse sprechen, muss dies konsequenterweise auch eine Baupreisbremse bedeuten.“

Markus Böll, Präsident der Bauwirtschaft Baden-Württemberg.

Don’t let the sunshine in

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft warnt einmal mehr vor den Folgen, zu lange ungeschützt im Freien zu arbeiten. Mithilfe eines Online-Tools sollen Betroffene selbst das Gefährdungspotential ermitteln können. In der Bauwirtschaft ist weißer Hautkrebs die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit, wobei die meisten Verdachtsfälle den Kopf betreffen. Weißer Hautkrebs wird durch UV-Strahlung ausgelöst, viele Betroffene schützen ihren Kopf unzureichend. Dazu gehören Helme mit Nackenschutz, aber auch Sonnensegel sind eine Möglichkeit, die der Arbeitgeber zur Verfügung stellen sollte.

Zwei Sterne und 90 Tage

Wien-Tourismus-Chef Norbert Kettner schlägt vor, eine zeitliche Begrenzung für Vermietungen über Airbnb und andere Plattformen einzuführen – 90 Tage sollten es seinem Vorschlag nach maximal sein. Das sei in vielen anderen europäischen Städten bereits üblich. Wien Tourismus sei diesbezüglich bereits in Gesprächen mit der Stadt. Im ersten Halbjahr 2019 sind die Übernachtungen in der Ein- und Zwei-Stern-Kategorie um überdurchschnittliche 12,3 Prozent gestiegen. Laut Kettner würden davon gut zehn Prozent auf Immobilien fallen, die online inseriert wurden. Hier haben sich die entsprechenden Übernachtungen aber auch im laufenden Jahr bereits mehr als verdoppelt.

Über teure Brücken müssen wir fahren

In Deutschland steigen bekanntlich die Baupreise aufgrund der hohen Nachfrage. Das macht auch die Sanierung von Brücken immer teurer. Zwischen 2015 und 2018 haben sich die Kosten für Brückensanierungen mehr als verdoppelt, erklärt die Bundesregierung. Zwischen 2015 und 2019 wurden 875 Brücken zur Sanierung angemeldet, nach Angaben der Deutschen Bahn waren mit letztem Jahresabschluss 770 von ihnen bereits saniert. Aufgrund der hohen Kosten wurden die Planmengen teils reduziert. Die Arbeiten an Brücken mit einer Fläche unter 140 Quadratmetern wurden um 120 Prozent teurer, die an größeren um 70 Prozent.

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