Mittwoch, 27. März 2019 – Morning Briefing

Warum Studentenwohnheime boomen – Florenz als Immobilienausnahme in Italien – Riesen-Revitalisierungsprojekt in London droht zu scheitern

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Berlin: Was Bürgermeister von Enteignung hält – Wien: Immer mehr Investitionen in Studentenheime – Florenz: Preise steigen, sinken in Restitalien – London: Battery Power Station massiv hinter Zeitplan

Von

Zitat des Tages:

„Meine Hoffnung ist gewesen, dass man es abtropfen lassen kann.“

Berlins Bürgermeister Michael Müller von der SPD über die vor allem in der deutschen Hauptstadt geführte Debatte über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen. Müller will vor allem kein Volksbegehren zu dem Thema.  

Das Geschäft mit den Studenten 

Der Markt an Studentenwohnheimen in Wien ist noch lange nicht gesättigt und kommt jetzt so richtig ins Rollen – das Solid Morning Briefing hat berichtet. Das merken auch ausländische Investoren. Laut dem "Global Student Housing"-Marktbericht desImmobilienberatungsunternehmens CBRE wurden in den vergangenen drei Jahren 44 Millionen Euro für acht Projekte aus dem Ausland nach Österreich geflossen. Der Markt würde global zunehmend wichtiger, da Studenten immer mehr Mobilität an den Tag legen. Und Österreich ist immerhin weltweit die zwölftbeliebteste Destination für Auslandssemester. 

Ausnahme Florenz

Laut der Immobilienagentur Knight Frank überholten Immobilienanfragen für Italien im Jahr 2018 mit einem 40-Prozent-Zuwachs erstmals Frankreich. Besonders beliebt in Italien ist bei Immobiliensuchenden wie Touristen Florenz. Hier stiegen 2018 Airbnb-Übernachtungen um elf Prozent. Und gleichzeitig stiegen die Immobilienpreise um 5,2 Prozent, während in Gesamtitalien seit 2011 die Immobilienpreise um 35 Prozent gefallen sind. 

(Kein) Leben im Kohlekraftwerk

Das ehemalige Kohlekraftwerk Battery Power Station in London wird derzeit umfassend revitalisiert und umgewandelt – allerdings sind die Arbeiten bereits so weit hinter dem Zeitplan, dass die Vorabkäufer des Großteils der 255 Wohnungen jetzt ihre Kautionen zurückverlangen und das Projekt verlassen könnten. Die erste Phase des Bauvorhabens lief noch recht erfolgreich und bietet bereits rund 1.000 Menschen ein Zuhause.   

Unser Lesetipp des Tages: Warum ein Haus aus Stampfbeton und Kork eine gute Idee ist

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