Österreich

Waagner-Biro-Manager übernehmen Brückenbau mit deutschen Investoren

Gedacht ist an eine offensive Taktik, allerdings fehlt noch eine Zustimmung.

Waagner Biro Österreich Brücken Insolvenzen

Die Brückenbau-Sparte des insolventen Wiener Stahlbauers Waagner-Biro dürfte gerettet sein. Eine Gruppe deutscher Investoren werde gemeinsam mit dem Management 100 Prozent der Waagner Biro Bridge Systems Gruppe erwerben, teilte Waagner-Biro am Dienstag mit. Bei den Managern, die das Geschäft mit den Investoren fortführen, handelt sich um die Brückenbau-Vorstände Bernhard Chwatal und Karl Grabner.

Wer die Kapitalgeber aus Deutschland sind und wie viel sie an der Waagner-Biro Bridge Systems AG halten werden, gab das Unternehmen auf APA-Nachfrage nicht bekannt. Auch ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Das letzte Wort bei der Übernahme haben nun die Gläubiger.

Nach langen und intensiven Verhandlungen mit den Banken, dem Hauptgläubiger und den Masseverwaltern sei gelungen, eine Einigung aller Parteien zu erreichen, wie es in der Aussendung hieß. Dem Gläubigerausschuss und dem Handelsgericht Wien liege ein neuer Sanierungsplan vor, bei dessen Annahme durch die Gläubiger der Fortbestand des Unternehmens gesichert sei. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten.

Gemeinsam mit der Investorengruppe soll die Waagner Biro Bridge Systems AG in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Die Rede ist auch von gezielten Zukäufen.

Die Brückenbau-Sparte war mit weltweit mehr als 1.000 Mitarbeitern, viele davon im arabischen Raum, das Herzstück von Waagner-Biro und hat in den vergangenen Jahrzehnten mehr als 5.000 Brücken errichtet, in Österreich unter anderem die Europabrücke am Brenner sowie die Donaustadt-Brücke in Wien. (APA)