Österreich

TrIIIple feiert Dachgleiche

35 Monate, fast zehn Kilometer Treppengeländer und 13,24 Kilometer Bohrpfähle ist es her, seit 2017 der Startschuss für das beeindruckende Waterfront-Projekt am Donaukanal in Wien gefallen ist.

ARE Soravia Österreich

Erwin Soravia, Erich Hohenberger, Hans-Peter Weiss

Vom Start weg überzeugten die drei Türme aus der Feder des Architektenteams von Henke Schreieck Anrainer wie Interessenten. In den vergangenen Monaten kam alle neun bis 15 Tage ein weiteres Stockwerk dazu. Am 15.9. bat man Projektpartner und Medien zur feierlichen Dachgleiche in den 29. Stock von Turm 1, der als einer von drei Baukörpern verantwortlich dafür ist, dass Wien Landstraße nun seine eigene weithin sichtbare, einzigartige Skyline hat. Turm 1 und Turm 2 verfügen über jeweils rund 245 Wohneinheiten, wobei der Großteil davon bereits Käufer gefunden hat.  

© Zoom

„Das TrIIIple zeigt Wirkung, die weit über die Attraktivität der Gebäude hinausreicht. Es macht aus dem Standort ein städtebaulich äußerst wertvolles Areal, das den Bewohnern, aber auch der Nachbarschaft und Besuchern einen markanten Mehrwert bringt. In enger Kooperation mit den lokalen Entscheidungsträgern wurde besonderer Wert auf Infrastruktur, Multifunktionalität und Nachhaltigkeit gelegt. Neben dem für diesen Standort optimalen Nutzungsmix überzeugen vor allem die raumöffnende Funktion und technische Innovation, die das Areal – ganz dem Namen entsprechend – künftig in dreierlei Hinsicht zu einem Musterbeispiel der Quartiersentwicklung machen werden: Ökologisch, indem wir den Donaukanal zum Heizen und Kühlen des Gebäudes nützen, sozial, indem aus einem vormals brachliegenden Randgebiet eine lebenswerte und hippe Adresse wird, und auch wirtschaftlich, weil ein Projekt letztendlich erst dann funktionieren kann, wenn es ökonomisch auch erfolgreich ist", so Hans-Peter Weiss, CEO der ARE, über das Projekt.

Wie die Strabag beim TrIIIple ihre Digitalisierungsstrategie ausspielt, lesen Sie hier in einer exklusiven Story aus SOLID 09/2020

Turm 3 wechselte bereits 2017 seinen Besitzer: Der Immobilien-Investmentmanager Corestate war an Bord gekommen und brachte sich in die Gestaltung der ca. 670 Micro-Apartments ein, die nach Fertigstellung an Studenten und Young Professionals unter der Marke Linked Living vermietet werden.

Post-Corona: „Wohnraum hat höchsten Stellenwert seit Jahren“

„Nach Wochen und Monaten im Homeoffice, mit Homeschooling und Kinderbetreuung unter einem Dach, hat Wohnqualität heute den höchsten Stellenwert seit Jahren. Die Verfügbarkeit von Naherholung, Nahversorgung, Kinderbetreuung etc. stehen heute mehr denn je im Fokus“, beschreibt Erwin Soravia, CEO von SORAVIA, das aktuelle Marktklima und verweist auf die gute Zusammenarbeit mit Stadt und Bezirk im Rahmen des städtebaulichen Vertrags. Dieser verpflichtet die Projektpartner zu Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, wie zum Beispiel in die Errichtung eines Kindergartens im Sockelbereich von TrIIIple. Die Bewohner bzw. die Benutzer – egal ob Singles oder Familien – stehen bei TrIIIple im Mittelpunkt. Die anhaltende Pandemie ließ den aktuellen Baufortschritt dabei fast unberührt. Dank umfangreicher Maßnahmen konnte die Hygiene und damit die Gesundheit der auf der Mega-Baustelle arbeitenden Menschen gewährleistet bleiben. Somit ist man trotz geänderter Vorzeichen in diesem Jahr noch immer im Zeitplan. „Im ersten Halbjahr 2021 werden die ersten Wohneinheiten an ihre neuen Eigentümer übergeben. Wir sind als Bezirk gut vorbereitet und freuen uns auf die zahlreichen neuen Mitbürger“, lobt Bezirksvorsteher Erich Hohenberger den Projektfortschritt.

Gutes Klima dank Donaukanal  

Um die Klimatisierung der Wohneinheiten möglichst nachhaltig zu gestalten, setzt man auf die Kraft des Wassers bzw. dessen kühlende Eigenschaft zur Regulierung der Temperatur in den Wohneinheiten. Für diesen Zweck wurde das dafür nötige Entnahmebauwerk fertiggestellt. Der fossile Energieverbrauch für Kühlung und Heizung wird auf diesem Weg so klein wie möglich gehalten. Auf den Fluss und sein Leben selbst hat diese dezentrale Wärme- und Kälteversorgung der drei TrIIIple-Türme keine Auswirkungen. (PM)

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