Umbau

Traditionsbau in Wien-Mariahilf wächst in die Höhe

Kein Kummer mehr: das klassizistische Traditionshotel in Wien wird umgestaltet. Herausragend: Wie der Dachausbau dem alten Gebäude neues Leben einhauchen soll.

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Zukunft und Erweiterung sind nicht aufzuhalten, und so wird Schicht um Schicht auf bereits Bestehendes aufgetragen. Beim Wiener Hotel Kummer wird die neue Schicht aber Teil des Alten sein. Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, kommt ein zweistöckiger Dachausbau auf das Haus in der Mariahilfer Straße Nummer 71A.

Nach fast 150 Jahren schloss das Traditionshotel Kummer im sechsten Wiener Gemeindebezirk nahe der Neubaugasse vor einigen Monaten seine Pforten. Für immer.

Für immer? Nur fast, denn das Gebäude bleibt ein Hotel, doch Name und Eigentümer wechseln. Gastronom Bernd Schlacher wird hier das Hotel Motto führen, passend zu seinem Lokal „Motto am Fluss“ am Wiener Donaukanal. Das Haus selbst gehört der Immobilienentwicklungsfirma Wertinvest, die auch für die Neugestaltung des Heumarkts verantwortlich ist. Der Umbau geschieht unter der Planung von Architekt Arkan Zeytinoglu.

Das Innere des klassizistischen Baus ist bereits seit Oktober eine Baustelle. Schuttgruben finden sich derzeit nur an seiner Rückseite, in der Schadekgasse. Im Juli werden die Arbeiten, so alles nach Plan verläuft, dann auch auf der Mariahilfer Straße bemerkbar sein, wenn das Baugerüst das ganze Haus umfasst.

Das Hotel Motto soll ein Boutique-Hotel mit 90 Zimmern, einem Restaurant und zwei Seminarräumen werden, und in zwei Jahren fertig sein. In das neue, tonnenförmige Dachgeschoß kommt eine Bar. Diese wird 300 m2 der Netto-Gesamtfläche von etwa 4000 m2 ausmachen. Laut Wertinvest wird der Dachausbau „einem zeitgemäßen Stadtbild“ entsprechen.