Volkswirtschaft

21,5 Milliarden Euro Schäden aus Überschwemmungen

Hochwasser in Österreich und im Osten Deutschlands, Feuersbrunst in Russland und Überschwemmungen in Pakistan: Neben tausenden Menschenleben fordert die globale Klimaerwärmung auch von den Volkswirtschaften einen hohen Preis. Experten zufolge ist das erst der Anfang.

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Auch dieses Mal dürften aber vor allem Wohnhäuser und öffentliche Gebäude durch eindringendes Wasser beschädigt worden sein, sagt Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung der Münchener Rück beziehungsweise Munich Re. "Diese Wasserschäden sind relativ teuer, das führt aufgrund der vielen Einzelschäden zu einem großen Anteil an dem Gesamtschaden."

Alleine in den vergangenen 30 Jahren hat die Munich Re 13 größere Überschwemmungen in Mittel- und Osteuropa registriert - mit Schäden von jeweils zwischen 400 Millionen bis hin zu 21,5 Milliarden Euro beim Jahrhunderthochwasser im August 2002.

Weit heftiger als die Wasserfluten schlagen allerdings bei den Versicherungskonzernen Sturmschäden zu Buche, weil sich deutlich mehr Hausbesitzer dagegen absichern. Gerade wenn Gebiete mit vielen versicherten Wohn- und Bürogebäuden sowie Industrieanlagen betroffen sind, gehen die Schäden rasch in die Milliarden.

Krassestes Beispiel: Der Hurrikan Katrina, der 2005 unter anderem die US-Großstadt New Orleans verwüstete und die weltweite Assekuranz Schätzungen zufolge rund 62 Milliarden Euro kostete. Generell haben sich die Belastungen aus wetterbedingten Naturkatastrophen für die Versicherer in den vergangenen 30 Jahren vervielfacht.