Österreich

Teils hohe Haftstrafen beim SBT-Prozess in Leoben

Fünf der sechs Angeklagten fassten teils hohe Haftstrafen aus.

Semmering-Basistunnel Österreich

Beim Prozess rund um den Millionenbetrug beim Bau des Semmering-Basistunnels gab es am Dienstag Schuldsprüche: Fünf der sechs Angeklagten fassten teils hohe Haftstrafen aus. Ein beschuldigter Tiroler Unternehmer erhielt einen Freispruch. Zwei der Männer meldeten sofort volle Berufung an, zwei andere nahmen das Urteil an und einer bat um drei Tage Bedenkzeit. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Den Männern - allesamt Österreicher im Alter von 35 bis 68 Jahren - war vorgeworfen worden, in den Jahren 2018 und 2019 Baumaterial und Diesel im Wert von rund 2 Mio. Euro von der Baustelle Grautschenhof abgezweigt zu haben. Zwei der Angeklagten gestanden, die anderen vier leugneten die Betrügereien, doch Richterin Barbara Grundbichler und die Schöffen hatten bei fünf Männern keinen Zweifel an der Schuld.

Am höchsten fiel die Strafe für den 35-jährigen Baukaufmann aus Niederösterreich aus. Er muss für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Er meldete aber Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Die anderen Angeklagten erhielten teils bedingt nachgesehene Haftstrafen von zehn Monaten bis zu drei Jahren. Die beiden geständigen Beschuldigten nahmen die Urteile an. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. (APA)