Österreich

Strauss: keine Preisabsprachen beim KHN

Der Porr-Chef sagte vor dem Untersuchungsausschuss zum Krankenhaus Nord aus.

Porr KHN Karl-Heinz Strauss

Der Porr-Chef hier in seinem Büro in Wien Favoriten.

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss musste den Abgeordneten vor allem Fragen zu Mehrkosten von bis zu 100 Millionen Euro beantworten, die sein Unternehmen für die Ausführung des Rohbaus geltend gemacht hat – in einigen Punkten werde noch mit dem Krankenanstaltenverbund (KAV) verhandelt.

Preisabsprachen schloss Strauss kategorisch aus. Eine Ausschreibung sei nur eine "Momentaufnahme", betonte er mehrmals. Auf Basis dieser Aufnahme nehme jedes Unternehmen genaue Kalkulationen vor. Dass die Porr beim Rohbau nur knapp vor dem Zweitbieter lag und somit den Zuschlag bekam, sei am Bau normal.

Strauss sieht das größte Problem des Projekts in mangelhaften Leistungs- und Bauplänen, aber auch die Statik und die Insolvenz der Fassadenfirma haben seiner Meinung nach für Verzögerungen und Mehrkosten gesorgt.

Dass das Projekt immer teurer wurde – beim Rohbau soll das Plus 72 Prozent im Vergleich zum Anbot ausgemacht haben – habe das Unternehmen dem KAV immer wieder - allerdings nicht schriftlich, sondern im Rahmen von Baubesprechungen - kommuniziert, versicherte der Porr-Chef.  (Quelle: derstandard.at)