Österreich

Strauss: Bauwirtschaft boomt noch länger

Der Porr-Chef sieht ein versetztes Ineinandergreifen der Investitionsphasen.

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Porr Österreich Konjunktur Karl-Heinz Strauss

Die Bauwirtschaft boomt derzeit - im heurigen Jahr sei die Konjunktur für diesen Sektor besonders gut, sagte der Chef des Baukonzerns Porr, Karl-Heinz Strauss, am Donnerstag auf der Gewinn-Messe. Sein Konzern sei bis Jahresende und auch fast das ganze nächste Jahr ausgelastet, der Auftragsstand befinde sich auf einem "All-time-high". Erst Ende 2022/Anfang 2023 würden sich die Covid-Nachholeffekte etwas abschwächen, ehe Konjunkturprogramme greifen würden.

Dann würden etwa in Österreich die 17 Mrd. Euro zu wirken beginnen, die für das Erreichen der heimischen Klima- und Energieziele bis 2030 alljährlich an Investitionen nötig sind, in Deutschland der Bundesverkehrswegeplan und so weiter, die die Abschwächung wieder abfangen würden, so Strauss. Auch die EU-Recovery-Fund-Mittel von 1.000 Mrd. Euro würden sich positiv auswirken - im Falle Italiens etwa, wo 160 Mrd. Euro neu hineinkämen, seien 39 Mrd. für Schnellzugstrecken und Autobahnen vorgesehen. Beziehe man die Megatrends mit ein, sei "die Bauwirtschaft für die nächsten fünf, sechs Jahre gut aufgestellt".

Verstärkt auf die Fahnen geschrieben hat sich Porr Themen wie Recycling, Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit. Ohne eine gute Platzierung in einem Sustainability-Ranking gehe es heute nicht mehr, der Preis allein habe bei Aufträgen nicht mehr die Bedeutung wie früher. Bei ähnlich guten Angebotspreisen habe man als Bieter dann die Nase vorn.