Österreich

Strabag von neuen Russlandsanktionen "nicht unmittelbar betroffen"

Lesen Sie dazu auch die Reaktion von Strabag-Sperrminoritäts-Eigentümer Oleg Deripaska.

Strabag Russland USA Österreich Sanktionen Oleg Deripaska

Deripaska findet die Sanktionen "unbegründet, lächerlich und absurd".

Der Baukonzern Strabag, an dem der mit US-Sanktionen belegte russische Oligarch Oleg Deripaska eine Sperrminorität hält, fühlt sich von den Sanktionen nicht unmittelbar betroffen.

Die Strabag werde in den neuen US-Sanktionsregeln nicht genannt und Deripaska bzw. seine Firmen hätten auch keine Mehrheitsbeteiligung an der Strabag, heißt es in einer Stellungnahme zur APA.

"Aus diesen Gründen sind wir von den US-amerikanischen Sanktionen nach unserer Einschätzung nicht unmittelbar betroffen. Wir werden die Situation jedoch laufend im Auge behalten und mit den von Sanktionen betroffenen Personen und Firmen keine rechtsgeschäftlichen Beziehungen eingehen", so die Strabag.

Deripaska hält über den russischen Industriekonzern Basic Element und die zypriotische Gesellschaft Rasperia Anteile an der Strabag. Konkret stehen 25,9 Prozent der Strabag-Anteile im Eigentum der Rasperia Trading Limited. Weitere Strabag-Aktionäre sind die Familie Haselsteiner und die Raiffeisen/Uniqa-Gruppe.

Die USA haben am Freitag gegen 38 russische Firmen und Einzelpersonen Sanktionen verhängt und dies als Reaktion auf "das wachsende Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt" bezeichnet. Mit Sanktionen belegt wurden zahlreiche hochrangige Vertreter der Energiewirtschaft und auch Putins Schwiegersohn Kirill Schamalov.

Außerdem betroffen sind Gazprom-Chef Alexej Miller sowie die einflussreichen Geschäftsmänner Oleg Deripaska, Viktor Wekselberg und Igor Rotenberg. Auch der bekannte Außenpolitiker Konstantin Kossatschow sowie der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, und der Direktor der Nationalgarde, Viktor Solotow, wurden auf die Sanktionsliste gesetzt.

Die Maßnahmen frieren das Vermögen der Betroffenen in den USA ein, und US-Bürgern ist es nicht mehr erlaubt, mit ihnen Geschäfte zu machen. Russen halten in US-Städten wie New York oder Miami unter anderem sehr umfänglichen Immobilienbesitz. Aber auch Firmen außerhalb der USA könnten mit Sanktionen belegt werden, wenn sie wissentlich signifikante Transaktionen für oder im Namen von sanktionierten Einheiten ermöglichen.

Deripaska hat die US-Entscheidung als "unbegründet, lächerlich und absurd" bezeichnet.