Österreich

Strabag und Porr vor Gewinnsprung in Q2

Für Österreichs Top-Baukonzerne werden von den Analysten ausgezeichnete Zahlen erwartet.

Strabag Österreich Börse

Strabag-CEO Thomas Birtel kann ebenso wie sein Porr-Pendant Karl-Heinz Strauss zufrieden sein mit der Performance seines Unternehmens.

Wertpapierexperten erwarten für die am Freitag anstehenden Geschäftszahlen der Strabag einen höheren Gewinn. Im Schnitt erwarten Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) und der Erste Group einen Nettoertrag von 84,9 Mio. Euro und damit einen Zuwachs von 38,4 Prozent zum zweiten Quartal des Vorjahres.

Das arithmetische Mittel für die Umsatzschätzungen der Experten fällt mit 3,7 Mrd. Euro ebenfalls höher aus. 2017 lagen die Erlöse bei 3,4 Mrd. Euro.

Operativ zeigten sich die Analysten der RCB und Erste Group positiv gestimmt. Sowohl das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) als auch der Betriebsergebnis (Ebit) sollen bei der Zahlenvorlage am Freitag höher ausfallen als vor einem Jahr. Im Schnitt rechnen die Wertpapierexperten beim Ebitda mit einem Anstieg um 10 Prozent; das Ebit soll durchschnittlich um 17,2 Prozent steigen.

Der Erste-Group-Wertpapierexperte Daniel Lion zeigt sich aufgrund des Auftragslage in Chile optimistisch. Die Auftragseingänge sollen insgesamt auf einen Wert von über 18 Milliarden steigen. Lions Anlageempfehlung lautet "Accumulate". Sein Kursziel liegt bei 42,91 Euro je Titel.

Auch der RCB-Experte Markus Remis zeigt sich für die Papiere positiv ("Buy"). Das Kursziel von Remis liegt laut letzter APA-Mitteilung bei 38,00 Euro.

Klare Zuwächse auch bei Porr

Auch für die am Mittwoch zur Veröffentlichung anstehenden Zweitquartalszahlen 2018 des heimischen Baukonzerns Porr erwarten Analysten klare Zuwächse sowohl beim Umsatz als auch bei den Ergebniskennzahlen.

Die Experten der Erste Group und der Raiffeisen Centrobank (RCB) schätzen den Umsatz des abgelaufenen Geschäftsquartals durchschnittlich auf 1,3 Mrd. Euro. Zum Vorjahreszeitraum würde dies einen Anstieg von 18 Prozent bedeuten. Beim Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sollte es im Schnitt um 23 Prozent auf 51,6 Mio. nach oben gegangen sein. Für das Betriebsergebnis (EBIT) sehen die Analysten einen deutlichen Anstieg von 39 Prozent auf 23,2 Mio. Euro. Im ähnlichen Ausmaß um 43 Prozent auf 14,7 Mio. Euro sollte der Nettogewinn angewachsen sein.

Die positive Umsatzdynamik sollte sich im abgelaufenen Jahresviertel fortgesetzt haben, schreiben die Experten im Vorfeld der Zahlvorlage. Auch auf Ebene der Rentabilität erwarten die Analysten Verbesserungen, nachdem im Vorjahr noch Integrationskosten aus dem starken Expansionskurs in Deutschland sowie Einmaleffekten in Katar etwas belastet hatten. Der Unternehmensausblick auf das Gesamtjahr 2018 erscheint laut den Wertpapierspezialisten etwas zu konservativ.

(APA)