Schweiz

Steigende Energiekosten bremsen LafargeHolcim

Die Schwere zwischen Umsatz und Ergebnis entwickelt sich nicht zufriedenstellend.

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Steigende Kosten machen der Zementbranche zu schaffen. Nach der deutschen HeidelbergCement hat auch Weltmarktführer LafargeHolcim den Ergebnisausblick für das laufende Jahr gesenkt. Das Schweizer Unternehmen peilt nun einen Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns um drei bis fünf Prozent an, wie LafargeHolcim am Freitag mitteilte.

Bisher hatte das Unternehmen ein Plus von mindestens fünf Prozent in Aussicht gestellt. Steigende Energiepreise verteuerten den Betrieb der Zementöfen und den Transport der Baustoffe. Angesichts eines Personalmangels legten zudem die Löhne der Fahrer zu. "Der Kostenanstieg ist einer der steilsten der vergangenen Jahre", erklärte Konzernchef Jan Jenisch in einer Telefonkonferenz. Bereits vor einem Jahr hatte der Manager kurz nach seinem Amtsantritt den Ausblick für das Betriebsergebnis gesenkt.

Konkurrent HeidelbergCement hatte seine Ergebnisprognose Mitte Oktober wegen hoher Energiekosten und anhaltend widriger Wetterbedingungen kassiert. Der deutsche Baustoffkonzern rechnet für 2018 nun mit einem Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Abschreibungen um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag.

Bei den Einnahmen läuft es bei den Unternehmen dagegen rund. Im dritten Quartal wuchs der bereinigte Umsatz von LafargeHolcim um 5,8 Prozent auf 7,36 Mrd. Franken (6,5 Mrd. Euro). Damit lag das Unternehmen am oberen Ende der Analystenerwartungen, die Aktie legte im frühen Handel um rund zwei Prozent zu.

Vor allem in Europa und Nordamerika setzte das Schweizer Unternehmen mehr ab. Zudem konnte der Konzern höhere Preise durchsetzen. Für das Gesamtjahr rechnet LafargeHolcim neu mit einem Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent. Bisher hatte das Unternehmen ein Plus von drei bis fünf Prozent angepeilt. (APA)