Dienstag, 04. Juni 2019 – Morning Briefing

Solid Gesellschaft insolvent – Heumarkt-Aufschiebung kostet erheblich – Immobilienmarkt in USA entspannter

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Steiermark: Projekt „Big Solar“ soll Solid Gesellschaft in Insolvenz gestürzt haben – Wien: Intercon Hotel GmbH nimmt Heumarkt-Verzögerung nicht hin – USA: Immobilienpreise steigen weiter, aber langsamer

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Zitat des Tages:

"Das ist der Versuch von Booking.com, die vor gut zwei Jahren gefallene Bestpreisklausel durch die Hintertür wieder einzuführen.“

Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer, über Booking.basic und Booking Sponsored Discount von Booking.com. Die Bestpreisklausel gibt es seit 2017 eigentlich nicht mehr in Österreich. Booking.basic und Sponsored Discount wurden zuerst in Asien getestet. Die Seiten zeigen billigere Drittanbieter und bieten Raten an, die mit den Hotels nicht abgesprochen wurden.  

Starkes erstes Quartal

Ausgerechnet das Vorzeigeprojekt „Big Solar“ soll an der Insolvenz der Solid Gesellschaft (kein Zusammenhang mit dem Magazin), einem steirischen Unternehmen für Solarinstallationen und Design, schuld sein. Das Unternehmen hat jetzt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, die Verbindungen in Höhe von 7,8 Millionen Eurostehen Aktiva von 1,7 Millionen Eurogegenüber. Big Solar ist ein Projekt rund um die weltgrößte Solaranlage, wurde 2015 gestartet und sollte die Fernwärmeversorgung für Graz sicherstellen. Die Investitionen liegen bei 200 Millionen Euro. Auch das Projekt ist von der Insolvenz betroffen.

Projektansage

Das Wiener Heumarkt-Projekt muss nach Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes im April noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung abwarten – Unternehmer Michael Tojner geht aber davon aus, dass keine solche Prüfung mehr notwendig ist, das Wiener Landesgericht gibt ihm in erster Instanz recht. Tojners Intercon Hotel GmbH legt nun gegen den BVwG-Entscheid Revision ein. Durch die Verzögerung komme dem Projekt ein "unverhältnismäßiger Nachteil" zu. Laut den Projektwerbern kostet jeder Tag Verzögerung 16.600 Euro.

Starke Saison

Laut Immobilienexperten hat sich die Lage am Markt für Eigentum in den USA diesen Frühling wieder etwas entspannt: die Hypothekenraten sind niedrig, es sind wieder mehr Immobilien am Markt und der Preisanstieg hat sich verlangsamt. Der durchschnittliche Preis für ein Eigenheim im Land lag im April bei 267.000 Dollar – das ist ein Anstieg von 3,6 Prozent im Jahresvergleich. Letztes Jahr betrug der Anstieg noch fünf Prozent. 

Unser Lesetipp des Tages: 

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