Hitze am Bau

So überstehen Sie den Baustellen-Sommer

Noch vor dem Hitzefrei kann der Hitzschlag kommen. Mit diesen einfachen Tipps vermeiden Sie Arbeitsausfälle, -unfälle und Fehler auf Ihrer Baustelle. Alles, was Sie bei sommerlichen Temperaturen wissen müssen.

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Der Sommer ist da, die Hitze hat sich in den letzten Tagen und Wochen zwar nur zwischendurch bemerkbar gemacht, wird unsere Breiten aber sicherlich noch genügend heimsuchen. Die Bauwirtschaft steht deswegen aber noch lange nicht still, vielmehr hat der Bau jetzt Hauptsaison. Vertragen sich die gute Konjunktur und die pralle Sonne? Worauf beim Betreiben von Baustellen zu achten ist. 

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Der Sommer ist da, die Hitze hat sich in den letzten Tagen und Wochen zwar nur zwischendurch bemerkbar gemacht, wird unsere Breiten aber sicherlich noch genügend heimsuchen. Die Bauwirtschaft steht deswegen aber noch lange nicht still, vielmehr hat der Bau jetzt Hauptsaison. Vertragen sich die gute Konjunktur und die pralle Sonne? Worauf beim Betreiben von Baustellen zu achten ist. 

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Hitzefrei

Während es generell für Arbeitnehmer in Österreich kein offizielles Hitzefrei gibt, gelten für Bauarbeiter spezielle Bedingungen. Ab 35 Grad im Schatten fällt Hitze unter das Schlechtwetterentschädigungsgesetz. Entweder wird die Arbeit an einen kühleren Ort verlegt – bei einer Baustelle freilich schwer zu bewerkstelligen – oder die Arbeit im Freien eingestellt. 

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Hundstage

Doch auch bevor diese Temperaturgrenze erreicht ist, kann die Hitze Arbeitern bereits stark zusetzen – besonders auf einer körperlich anstrengenden Baustelle. An den sogenannten Hundstagen – sie bezeichnen nach dem Sternbild Großer Hund die heiße Zeit zwischen dem 23. Juli und dem 23. August – kann die Arbeitsleistung deutlich sinken. Zudem leidet die Arbeitsqualität – Fehler und Unfälle passieren häufiger. Hohe Temperatur mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen also, die es zu vermeiden gilt.

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Leicht und leicht vergessen

Die einfachste Maßnahme, die Hitze besser zu überstehen, ist leider auch die am häufigsten vernachlässigte – ausreichend Wasser zu trinken. Der Arbeitgeber kann dafür Sorge tragen, Getränke, aber auch Sonnenschutzmittel auf der Baustelle zur Verfügung zu stellen. 

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Informieren ist vorbeugen 

Hitzekollaps, Hitzschlag und Sonnenstich sind nicht zu unterschätzende Folgen der Überanstrengung unter zu hohen Temperaturen und direkter Sonneneinstrahlung. Es schadet nicht, die Arbeiter ausreichend über Gesundheitsverfahren und auch etwaige Erste-Hilfe-Maßnahmen zu informieren. Damit wird nicht etwa Unmut auf der Baustelle gestiftet, sondern die eine oder andere Überlastung verhindert – und damit Fehler, Qualitätsmängel, Unfälle und längere Arbeitsausfälle. 

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You can leave your hat on

Im Sommer muss der Bauleiter auch vermehrt darauf achten, dass Sicherheitsvorschriften von den Arbeitern durchgehend eingehalten werden. Wegen der brütenden Hitze werden Schutzhelme oft einmal unachtsam abgenommen. Helme mit luftdurchlässigem Nackenschutz sollten zur Verfügung gestellt werden. Und auch bei höchsten Temperaturen darf nicht mit bloßem Oberkörper gearbeitet werden – die Verbrennungsgefahren wiegen schwerer denn das bisschen Abkühlung, die man damit zu erlangen meint. Stattdessen sollte spezielle UV-Schutzbekleidung verteilt werden. 

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Nachtarbeit 

Wo möglich, wird der Arbeitsbeginn natürlich in kühlere Stunden – den frühen Morgen oder sogar in die Nacht – verlegt. Hat aber die Baustelle ganz normal untertags Betrieb, müssen mehr oder längere Pausen eingesetzt und für die ein Schattenplatz geschaffen werden.