Schweiz

Sika will bis 2023 15 bis 18 Prozent EBIT-Marge erreichen

Lesen Sie, was das für Umsatzplanung und Zukäufe heißt.

Sika Schweiz Bauchemie

Der Schweizer Bauchemiekonzern Sika hat sich ehrgeizigere Ziele gesetzt. Im Planungszeitraum bis 2023 werde eine Betriebsgewinnmarge (EBIT-Marge) zwischen 15 und 18 Prozent angepeilt, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bisher betrug die Zielspanne 14 bis 16 Prozent.

Wesentlich zur Steigerung der Rentabilität soll eine verbesserte operative Effizienz beitragen, wie es hieß. Gemessen am Umsatz sollen die Betriebskosten jährlich um ein halbes Prozent gesenkt werden.

Den Umsatz will Sika um 6 bis 8 Prozent pro Jahr steigern - auch durch weitere Zukäufe. Der Marktanteil im rund 70 Mrd. Dollar (64 Mrd. Euro) schweren, stark fragmentierten Markt für Bauchemikalien soll von 9 Prozent im Vorjahr auf 12 Prozent steigen. Zudem will das Unternehmen klimafreundlicher produzieren und den Kohlendioxid-Ausstoß pro produzierter Tonne bis 2023 um 12 Prozent senken.

Im Vorjahr wies Unternehmen aus Baar im Kanton Zug bei einem Nettoumsatz von 7,1 Mrd. Franken (6,5 Mrd. Euro) eine EBIT-Marge von 13,4 Prozent aus. 2019 sollen die Verkaufserlöse auf mehr als 8 Mrd. Franken steigen. Zu den Abnehmern der Kleb-, Dicht-, Dämpf- und Verstärkungsmaterialien von Sika gehören Unternehmen aus der Bau- und Fahrzeugindustrie wie etwa LafargeHolcim, HeidelbergCement, Volkswagen, Daimler oder Ford.

Die Anleger honorierten die Neuigkeiten. Mit einem Kursplus von 3,3 Prozent setzten sich die Sika-Aktien an die Spitze sowohl der europäischen Bauwerte als auch der Schweizer Bluechips. "Sikas neuer EBIT-Margenkorridor bis 2023 liegt über den Markterwartungen", erklärten Analyst Markus Mayer von Baader Helvea. (APA)