Schweiz

Sika wächst trotz Übernahmekampfes

Sika sträubt sich weiter gegen die geplante Übernahme durch Saint-Gobain und hält an den eigenen Wachstumszielen fest.

International Saint-Gobain

Der vom französischen Rivalen Saint-Gobain bedrängte Schweizer Baustoffkonzern Sika ist im ersten Quartal 2016 weiter gewachsen. Der Umsatz stieg um 6,6 Prozent auf einen Rekordwert von 1,27 Mrd. Franken (1,17 Mrd. Euro), wie der Bauchemie- und Spezialklebstoff-Hersteller am Dienstag mitteilte. Die Renditen hätten sich weiterhin positiv entwickelt.
 
Für das laufende Geschäftsjahr strebt Sika weiterhin ein Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent an und eine überproportionale Steigerung der Margen. 2016 sollen sechs bis acht neue Fabriken und drei bis vier Ländergesellschaften eröffnet werden.
 
Sika sträubt sich weiter gegen die geplante Übernahme durch Saint-Gobain. Am Dienstagnachmittag findet die Generalversammlung statt, auf der die Aktionäre der Gründerfamilie den amtierenden Verwaltungsrat entmachten wollen. Die Sika-Gründerfamilie Burkard will ihr Aktienpaket für 2,75 Mrd. Franken an die Franzosen verkaufen.
 
Die Burkards haben zwar nur einen Kapitalanteil von 16 Prozent, aber einen Stimmenanteil von 52 Prozent. Damit haben sie mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz die Kontrolle über Sika. Während die Burkards einen Aufschlag von 80 Prozent zum Aktienkurs vor Bekanntwerden der Übernahmepläne erhalten, sollen die übrigen Aktionäre leer ausgehen. (APA)