Donnerstag, 03. 10. 2019 - Morning Briefing

Signa macht Kaufhaus und Hotel aus Leiner-Zentrale - Wie viel verdienen Architekten in Österreich? - Auswirkungen der Thomas Cook-Pleite auf Bauwirtschaft

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Wien: Was bleibt von der Leiner-Zentrale? - Österreich: Arme junge Architekten? - Mallorca: Thomas Cook-Pleite verunsichert Bauwirtschaft

Von
morning briefing Signa Architektur

Zitat des Tages:

„Eine Ansteckungsgefahr“ für andere Wirtschaftsbereiche sieht der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, Fritz Jaeckel, in der schwächelnden Industrie in der Region. Zuletzt ist der Auftragsbestand hier immer dünner geworden. Noch profitiert die Bauwirtschaft von der Konsumbereitschaft in der Bevölkerung – doch wie lange noch?

Alles neu

Jetzt steht es fest – die Leiner-Zentrale auf der Wiener Mariahilfer Straße wird es künftig nicht mehr geben. Die Signa baut zum Kaufhaus „KaDeWe“ mit 25.000 Quadratmetern und zum Hotel mit 150 Zimmern um. Die Pläne dafür wurden gestern, Mittwoch, präsentiert. Laut diesen ist eine Eröffnung für 2023 geplant, Architekturbüro wird das niederländische OMA rund um Rem Koolhaas sein. Die Arbeiten sollen 2021 beginnen und wohl über 300 Millionen Euro kosten.

Sie sind jung und brauchen das Geld

Laut einer aktuellen Analyse beginnen die meisten Jung-Architekten in Österreich ihre Karriere zunächst als freie Dienstnehmer, bei einem durchschnittlichen Stundenlohn zwischen 16 und 20 Euro brutto. Die Durchschnittsgehälter bei der ersten Anstellung, welche meist erst nach ein paar Jahren eintrifft, liegt zwischen 32.500 und 36.000 Euro brutto pro Jahr, wobei diese nach drei bis fünf Jahren bereits deutlich steigen. Spitzenverdienste für Architekten in Österreich liegen bei jährlich 70.000 Euro. 

Pleiteinsel

Was hat die Pleite des Tourismuskonzerns Thomas Cook mit der Bauwirtschaft zu tun? Möglicherweise leider einiges. Der Konzern war besonders auf Mallorca sehr aktiv, hier könnte sich der Wegfall nun schon diesen Winter in den Bautätigkeiten deutlich abzeichnen, wenn diverse Renovierungsarbeiten an Hotels ausfallen. Schließlich sei die Tourismusbranche durch die Pleite sehr verunsichert, sagt Eduardo López, Geschäftsführer des örtlichen Bauunternehmens Alibaz. Allerdings hat Thomas Cook hier vielleicht nur ein bereits bestehendes Gefühl intensiviert – denn schon vor dem Konkurs war die Bautätigkeit auf der Insel zuletzt um 40 Prozent zurückgegangen.

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