Donnerstag, 10. Oktober 2019 – Morning Briefing

Schweizer Immo-Plattform öffnet sich – Hat Airbnb Thomas Cook verdrängt? – Kann ein Bündnis die Digitalisierung am Bau vorantreiben?

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Schweiz: Aktionariat von Immo-Plattform geöffnet und zur Hälfte verkauft – International: Weg vom Hotel, hin zu Privatunterkünften – Deutschland: Warema schließt sich Bündnis BE5 an

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Auszeichnung des Tages:

„Wo früher eine langweilige Bauwand stand, wartet heute ein echtes Erlebnis: Ein neuer Weg, potenzielle Mieter am Point of Property zu begeistern“,

erklärt Laudator und Jurymitglied Roman Bolliger von Swiss Circle bei der diesjährigen Expo Real in München den Preis für das beste Online-Marketing an das Zürcher Immobilienmanagement Livit. Das Unternehmen hat sich nämlich für ein großes Wohnprojekt in Zürich eine besonderse Vermarktungsstrategie ausgedacht und spricht Passanten über einen riesigen Monitor an, eine Art Virtual Promoter, an. 

Öffnung 

In der Schweiz öffnen die Kantonalbanken das Aktionariat ihrer 2013 gegründeten Immobilien-Plattform Newhomeund verkaufen die Hälfte ihres Aktienkapitals an Immobilienvertreter. Laut Newhome-Geschäftsführung soll eine Art Ökosystem des Wohnens geschaffen werden, mit neuen Angeboten könne kommendes Jahr gerechnet werden. 

Verdrängung

Für die Pleite von Thomas Cook werden auch Plattformen wie Airbnb verantwortlich gemacht. Der Trend zu Privatunterkünften gepaart mit immer mehr Angeboten an Billigflügen könnte den britischen Tourismuskonzern vor allem in den vergangenen paar Jahren stark zugesetzt haben. Hinzu kommt, dass Thomas Cook vor allem Pauschalreisen angeboten hat, während jüngere Generationen eher auf Flexibilität und Individualität im Urlaub setzen – das zeichnet sich auch in der Unterkunftswahl ab, wenn individuelle Privatunterkünfte Hotels vorgezogen werden.  

Ergründung

In Deutschland hat sich vor einem Jahr das Bündnis BE5aus mehreren Baugewerben formiert – der Name steht für Built Environment Focused Innovations, Ventures and Enterprises – und will seither die Digitalisierung in der Baubranchen voranbringen. Dem Bündnis geht es hier sowohl um den Bau als auch um den weiteren Betrieb der Gebäude, sowie um eine verbesserte Logistik am Bau und Vernetzung der Gewerbe. Die Gründung geht vom Baustoffhersteller Knaufaus. Vor kurzem hat sich der Markisenhersteller Warema angeschlossen. „Wir bauen hierzulande zum Großteil wie vor 30 Jahren“, sagt SteffenKonrad, Geschäftsführer für die Bereiche Digitales und Finanzen bei Warema. „Gewerk für Gewerk, kaum abgestimmt, mit lauter Verzögerungen und entsprechend hohen Kosten.“

Unser Lesetipp des Tages: Schnellstraße zwischen Österreich und der Schweiz nimmt Gestalt an

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