Dienstag, 16. Juli 2019 – Morning Briefing

Schlumberger sagt Bau derzeit ab – Immer mehr Scheinfirmen – Beschäftigungszuwachs im deutschen Bau

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Wien/Burgenland: Schlumberger baut Produktion, aber kein Lager in Müllendorf – Österreich: Immer mehr Scheinfirmen, viele im Bau – Deutschland: Beschäftigungszuwachs in Bauunternehmen, aber nicht genug

Von
Bauwirtschaft Deutschland Immobilien Fachkräftemangel

Zitat des Tages:

„Wenn es ein Statement über die eigenen Errungenschaften geben kann, darüber, wie weit man gekommen ist – dann ist es das hier“,

schreibt nicht ganz bescheiden eine Broschüre der Immobilienentwickler-Gruppe Guoco Land über ein Luxus-Penthouse in Singapur. Es wurde kürzlich vom britischen Erfinder James Dyson für stattliche 43 Millionen Pfund für 99 Jahre erworben. Das Penthouse liegt in der Wallich Residence und sollte eigentlich noch fünf Millionen Pfund teurer sein. Es ist die größte und höchste Wohnung in der ganzen Stadt. 

https://youtu.be/ukdNQC9Xmb8

Prickelnder Umzug

Auf dem 122.000 Quadratmeter großen Grundstück im Wirtschaftspark der Gemeinde Müllendorf im Burgenland wird nun doch kein Hochlager von Schlumberger entstehen. Der Sektproduzent zieht mit seiner Produktionsstätte zwar trotzdem von Wien nach Müllendorf, das Lager bleibt aber in der Bundeshauptstadt. Dieses hätte noch heuer gebaut werden und 2021 betriebsbereit sein sollen. Es gab lokale Proteste gegen den geplanten Bau des 33 Meter hohen Lagers, in das 70 Millionen Euro investiert hätten werden sollen (inkl. Produktion), da erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchtet wurde. Wann die Sektkellerei nun gebaut wird, steht noch nicht fest.

Mehr Schein als Sein

Laut Finanzpolizei gibt es immer mehr Scheinfirmen in Österreich, was an der guten Baukonjunktur und damit einhergehenden Arbeiterbedarf zusammenhinge. 2018 wurden 105 Scheinfirmen entdeckt, derzeit wird allein in Wien in 20 Fällen ermittelt. Es geht vor allem um Hinterziehungen von Sozialversicherungsbeiträgen und Lohnsteuer, viele der Firmen sind in der Baubranche tätig.

Creating jobs

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe berichtet, dass in seinen Mitgliedsunternehmender Beschäftigungszuwachs weiter anhält. Gebraucht werden aber immer noch mehr Arbeitskräfte als gefunden werden. Die meisten Unternehmen halten derzeit ihren Beschäftigungsstand. Weiterhin wird in allen Bausparten die Geschäftslage als befriedigend oder gut bezeichnet.

Unser Lesetipp des Tages: Betrug: "Die Situation hat sich durch Bürokratie verschlechtert"

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