Tirol

Resolution mit Forderung nach innovativen Verkehrskonzepten

17 Bürgermeister bestehen auf die schnelle Umsetzung von Maßnahmen, wie etwa Tunnellösungen und wirkungsvollen Lärmschutzvorrichtungen.

Tirol Infrastruktur ASFINAG

Die Luegbrücke

17 Bürgermeister des Tiroler Wipp- und Stubaitals haben in einer Resolution nachhaltige Verkehrslösungen für die transitgeplagte Bevölkerung an der Brennerautobahn (A13) und in ganz Tirol gefordert. Vor allem innovative Tunnellösungen und wirkungsvolle Lärmschutzvorrichtungen standen dabei im Fokus. Diesbezüglich wolle man vor allem Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) in die Pflicht nehmen, wie es bei einer Pressekonferenz in Schönberg hieß. Aber auch die Asfinag sehe man in der Pflicht. "Die Asfinag löst derzeit Einzelprobleme", meinte etwa Robert Renzler, Sprecher der Gemeinde Gries am Brenner. 

Auslöser: Streit rund um die Luegbrücke

Als Auslöser für diese Forderungen nach definitiven Verkehrsmaßnahmen gilt unter anderem der Streit rund um die Luegbrücke. Die Gemeinde Gries am Brenner bzw. die Verantwortlichen im Wipptal präferieren im Widerstand gegen Asfinag-Brückenneubaupläne eine Tunnel-Lösung für diesen Bereich der Brennerautobahn A13. "Nur die bestehende Autobahnbrücke anders zu gestalten, ist keine Lösung", richtete diesbezüglich ÖVP-Nationalratsabgeordneter Hermann Gahr der Ministerin des Koalitionspartners auf Bundesebene aus. Dem pflichtete auch ÖVP- Landtagsabgeordneter Florian Riedl bei: "Die gleiche Brücke mit einem Fahrstreifen mehr, ist ganz sicher keine innovative Maßnahme".

Mehr innovativen Konzepte, wie etwa Lärmschutz

Als Beispiel für eine innovative Maßnahme nannte Alfons Rastner, Bürgermeister von Mühlbachl und Planungsverbandsobmann des Wipptals, hingegen Lärmschutzrichtlinien für das gesamte Tal. "Hier müssen seitens der Asfinag endlich Lärmschutzkonzepte vorgelegt werden", meinte er. Der Bürgermeister von Schönberg und Planungsverbandsobmann des Stubaitals, Hermann Steixner, führte in diesem Zusammenhang außerdem noch die Forcierung der "Digitalisierung der Maut" und ein ganzheitliches "Talentwicklungskonzept" ins Treffen. 
Ab sofort und spätestens mit der Versendung der Resolution, die neben Bundesministerin Gewessler etwa auch an Nationalrats- und EU-Abgeordnete gehen wird, will man nunmehr für die Realisierung solcher Lösungen und Konzepte "die Schlagzahl deutlich erhöhen", wie es Riedl formulierte. Man sei bisher jedenfalls "zu wenig gehört worden", meinte außerdem Gahr, während sich Steixner in absehbarer Zukunft nunmehr "endlich ein Gesamtkonzept mit Zeitplan und Dringlichkeiten" von Politik- und Asfinag-Seite erhoffte. (APA)