Japan

Razzien bei zwei Baukonzernen wegen Kartellvorwürfen

Mutmaßliche Verstöße beim Bau von Magnetschwebebahnen.

Japan Korruption Preisabsprachen

In Japan sind die Firmensitze von zwei Industrieunternehmen wegen mutmaßlicher kartellrechtlicher Verstöße beim Bau von Magnetschwebebahnen durchsucht worden. Der Konzern Taisei, der zu den größten Baufirmen des Landes gehört, kooperiere uneingeschränkt bei den Ermittlungen, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zunächst nicht äußern.

Zugleich durchsuchten die Behörden Räume des Baukonzerns Obayashi, gegen den bereits zuvor Ermittlungen eingeleitet worden waren. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Konzern Absprachen bei Angeboten im Zusammenhang mit deinem 80 Milliarden Dollar schweren Magnetbahn-Projekt vor. Geplant ist, die Städte Tokio, Nagoya und Osaka mit einer Schwebebahnlinie zu verbinden.

Zuvor hatten die Behörden im Zusammenhang mit dem Großprojekt bereits Ermittlungen gegen die Unternehmen Shimizu und Kajima eingeleitet. Japans mächtiger Bausektor war bereits wiederholt von Skandalen wie verbotenen Absprachen bei Bietverfahren erschüttert worden. Die Aktien von Taisei gaben am Dienstag mehr als sechs Prozent nach, Obayashi-Papiere mehr als ein Prozent. (APA)