Café Museum

Radikaler Umbau für klassisches Wiener Kaffeehaus

Das Wiener Kaffeehaus "Café Museum" am Karlsplatz wird ab Ende April radikal umgebaut. Die Wiedereröffnung ist für Anfang Mai geplant. Der Versuch, Adolf Loos nachzubauen, sei gescheitert, behauptet der Chef des Kaffeehauses Landtmann.

Österreich

Nachdem der Rückbau des Wiener "Café Museum" nach Plänen des Architekten Adolf Loos Streitigkeiten zwischen Pächter und Verpächter Ende 2009 zur Schließung führten, wird das Haus am Karlsplatz bis Ende April einem radikalen Re-Design unterzogen.

Dabei geraten nach dem Versuch, eine Legende der weltberühmten Wiener Kaffeehauskultur wiederzubeleben, wieder kommerzielle Beweggründe in den Vordergrund.

Die Ausstattung des Cafés hob sich bei der Eröffnung 1899 durch seine Schlichtheit ab. Zu den Stammgästen gehörten in den ersten Jahrzehnten die berühmtesten Künstler, Schriftsteller Wiens und Europas.

Nun sollen nach dem Willen von Berndt Querfeld, Chef des Kaffeehauses Landtmann, Sitzlogen und andere Beleuchtung für "Gemütlichkeit" sorgen. Querfeld wurde mit der Ausarbeitung des Konzepts betraut. Er ist auch an einer Übernahme des Traditionscafés interessiert.

Die Wiedereröffnung soll laut Querfeld Anfang Mai erfolgen. Derzeit arbeite man an den Plänen, während die Fenster durch Plakate bekannter Kaffeehausliteraten verhüllt sind.