Mittwoch, 19. Juni 2019 – Morning Briefing

Preisschub bei Eigentumswohnungen – Mietpreisdeckel in Berlin beschlossen – Londoner Hochhaus wird zum Brexit-Test

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Gebrauchte Eigentumswohnungen viel teurer als 2017 – Was die Bauindustrie vom Mietendeckel hält - Hochhaus in London wird trotz Brexit-Angst fertiggestellt

Von
morning briefing Deutschland Brexit Bauindustrie

Zitat des Tages:

„Die großen Spender haben nicht gezahlt. Nicht einen Cent“,

sagt der Notre-Dame-Pressesprecher André Finot über die Bekundungen mehrerer Millionäre, sich finanziell am Wiederaufbau der Kathedrale zu beteiligen. Der verheerende Brand ist mittlerweile zwei Monate her. Einzelspender hätten sich bisher allerdings bereits eingesetzt. Grund für die Verzögerungen der großen Gelder seien, dass die Spender erst weitere Informationen für die genaue Verwendung haben wollen. 

Preis-Schub-didub

In Österreich gab es 2018 einen Preisschub von 4,2 Prozent für gebrauchte Eigentumswohnungen. Der Preis liegt hier derzeit bei etwa 1.700 Euro pro Quadratmeter, bei neuen Eigentumswohnungen sind es 2.700 Euro. Das geht aus dem Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer Österreich hervor. 

Berliner Deckel 

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie kritisiert den geplanten Berliner Mietendeckel, er sei "ein politischer und ökonomischer Irrweg". Über den entschied gestern der Senat: Mieten in nicht preisgebundenen und sozial geförderten Wohnungen dürfen ab sofort für fünf Jahre nicht gesteigert werden. Zusätzlich soll es Mietobergrenzen geben. Bis Oktober soll der entsprechende Gesetzesentwurf stehen, das Gesetz ab 2020, aber eben schon rückwirkend gelten. 1,5 Millionen Wohnungen sind betroffen. Berlin ist das erste deutsche Bundesland, das einen Mietendeckel gesetzlich beschließt. 

This is just a test

Noch Ende dieses Jahres soll 22 Bishopsgate, ein 62 Stockwerke und 278 Meter hoher extravaganter Turm in London, fertig werden. Das Grundgerüst steht seit letztem Monat in voller Höhe. Das Projekt, designt von Karen Cook, wackelte (nur im übertragenen Sinne) erst während der Weltwirtschaftskrise, später nach dem Brexit-Votum 2016. Jetzt haben sich die Investoren für eine Fortführung des 600 Millionen Pfund teuren Baus entschlossen. Der Turm wird von vielen nun als Test angesehen, wie sich Unternehmen für Luxus-Büroobjekte in post-Brexit-London interessieren werden.

Unser Lesetipp des Tages: Wien ermöglicht digitale Einreichung für Bauvorhaben

Erfahren Sie immer sofort vom neuesten Morning Briefing auf Twitter!

Regelmäßig Links zu interessanten Artikeln aus aller Welt, Fun Facts und Meinungskommentare finden Sie auch auf Twitter – folgen Sie der Frühaufsteherin der Redaktion hier!

Verwandte tecfindr-Einträge