Österreich/Deutschland

Porr will Mängel bei Leverkusener Rheinbrücke beheben

Rund um das Bauprojekt gibt es Schwierigkeiten mit aus China angelieferten Stahlteilen und Streit mit dem Auftraggeber.

Porr Deutschland

Der österreichische Baukonzern Porr will die Mängel an den aus China importierten Stahlteilen für die neue Leverkusener Rheinbrücke beheben. "Auch der TÜV Rheinland hat in einer Stellungnahme am Wochenende bestätigt, dass vorhandene Mängel beseitigt werden können", teilte die Porr am Sonntag der APA mit.

Der Auftraggeber Straßen.NRW hingegen fordert die Neuherstellung der Stahlteile und hat Porr mit der Kündigung des Auftrags angedroht. "Nicht nur nach Ansicht der PORR, sondern auch der vorliegenden Gutachten renommierter Stahlbau-Experten ist eine Neuproduktion jedoch nicht notwendig", hält die Baufirma dagegen.

Die Probleme mit den aus China importierten Stahlteilen könnten für erhebliche Verzögerungen beim Neubau der Leverkusener Rheinbrücke sorgen. "Die Stahlteile, die angeliefert wurden, weisen erhebliche Mängel auf", sagte ein Sprecher des Landesbetriebes Straßen.NRW am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. Wie es auf der Baustelle weitergehe, sei noch unklar.

Beauftragt hat die Lieferung der Stahlteile die Porr, mit dem der Landesbetrieb einen Vertrag abgeschlossen hat. Nun muss das Unternehmen Konsequenzen fürchten. "Es ist richtig, dass Straßen.NRW bisher die Neuherstellung der Stahlteile fordert und die Kündigung des Bauvertrags angedroht hat", hieß es am Samstag in einer ersten Stellungnahme der Porr.

Die Leverkusener Rheinbrücke gilt als eines der aufwendigsten derzeitigen Bauprojekte im Straßenverkehr Nordrhein-Westfalens. Bereits seit Jahren ist die marode Brücke für Lastwagen gesperrt.

Die Porr betont, den Zeitplan für den Brückenbau weiterhin einhalten und die erste Brücke Richtung Köln wie geplant fertigstellen zu können. Den Zuschlag für das Projekt hatte im Oktober 2017 die PORR Deutschland, ein Tochterunternehmen der PORR AG erhalten. (APA)