Österreich

Porr streicht wegen Coronakrise Dividende für 2019

Der gesamte Bilanzgewinn wird nach einem Beschluss auf die neue Rechnung vorgetragen.

Porr Österreich Coronakrise Karl-Heinz Strauss

Porr-CEO Karl-Heinz Strauss

Der heimische Baukonzern Porr lässt angesichts der Coronavirus-Pandemie seine Dividendenzahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr entfallen. Die ursprünglich geplante Ausschüttung von 40 Cent je Aktie wird "nach intensiver Diskussion" gestrichen, wie das Unternehmen am Donnerstag im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung gemeinsam mit dem Vorstand mitteilte.

Dieser Vorschlag stelle aber keine Abkehr von der kontinuierlichen Dividendenpolitik der Porr dar, bei der im Regelfall eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 Prozent angestrebt wird, sondern trage der "historisch einmaligen Ausnahmesituation" der Covid-19-Pandemie Rechnung.

Eine Dividendenzahlung sei in der aktuellen Situation "nicht geboten". Die Porr nützt in Österreich die von der Regierung angebotene Möglichkeit der Kurzarbeit. Statt der Gewinnausschüttung will das Management nun "den gesamten Bilanzgewinn auf neue Rechnung vortragen".

Neben der Inanspruchnahme von Kurzarbeit stehen den Angaben zufolge nun eine strikte Kontrolle von Kosten und Investitionen sowie "freiwillige Kürzungen von Managementgehältern" auf dem Programm.

Den Verzicht auf die Dividende bezeichnete die Konzernführung als "Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die Covid-19-Pandemie". Die Streichung erfolge aus "Solidarität gegenüber allen 'Stakeholdern' der Porr" und werde auch von den Großaktionären, dem Syndikat Strauss-Ortner, ausdrücklich unterstützt. (APA)