Österreich

Porr sicherte sich zwei Aufträge in Polen

Lesen Sie hier Näheres zu den beiden neuen Großprojekten des österreichischen Baukonzerns.

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Schnellstraße S7 von Mława nach Strzegowo

Die Porr in Polen startet das Jahr 2018 mit zwei neuen Verträgen im Gesamtwert von rund  148 Millionen Euro (621 Millionen PLN). Das Unternehmen gewinnt den Auftrag für die Errichtung eines Hochwasserrückhaltebeckens im Flussgebiet Nysa Kłodzka und baut den Abschnitt der Schnellstraße S7 von Mława nach Strzegowo. 

Die Porr S.A. errichtet einen von vier geplanten Schnellstraßenabschnitten der S7 in der Region Masowien in Polen. Der mit der Generaldirektion für Landesstraßen und Autobahnen (GDDKiA) unterzeichnete Vertrag in Höhe von 106 Millionen Euro (446.2 Millionen PLN) umfasst einen 21,5 Kilometer langen Teil der Mława-Strzegowo-Route. Das Projekt wird nach dem Prinzip "Design and Build" umgesetzt und mit Mitteln der Europäischen Union teilfinanziert. 

Die S7 verbindet die Großräume Danzig, Warschau und Krakau miteinander und gehört nach ihrer Fertigstellung zu den wichtigsten Routen Polens. "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben bereits 2012 erfolgreich einen 18 Kilometer langen Abschnitt der S7 gebaut. Mit dem neuen Auftrag unterstreicht die Porr S.A. einmal mehr ihre hohe technische Kompetenz in der Infrastruktur", freut sich Porr-CEO Karl-Heinz Strauss. 

Hochwasserschutz im Süden Polens 
Nach Abschluss zweier Modernisierungsarbeiten zur Erhöhung der Hochwassersicherheit im Einzugsgebiet des Flusses Nysa Kłodzka erhält die Porr einen weiteren Auftrag in diesem Gebiet. Für die Regionale Wasserwirtschaftsverwaltung Wrocław (RZGW Wrocław) errichtet sie im Tal des Goworówka Bachs über der Ortschaft Roztoki ein Hochwasserrückhaltebecken. Die Weltbank ist an der Finanzierung der Investition beteiligt.

Porr, Polen, Hochwasserschutz © Porr AG

Hochwasserschutz für die Ortschaft Roztoki


 
"Der Bau des Hochwasserspeichers stellt den Hochwasserschutz für die Ortschaft Roztoki sicher und soll gemeinsam mit dem bereits bestehenden Wasserrückhaltebecken Boboszów auch die Ortschaft Bystrzyca Kłodzka schützen. Dieser Ort war während einer der größten Hochwasserkatastrophen Polens im Jahr 1997 besonders stark betroffen", erklärt Piotr Kledzik, Vorstandsmitglied von Porr S.A. 

Der Hochwasserspeicher mit einer Länge von 750 Metern und einer Maximalhöhe von 15,5 Metern entsteht innerhalb von 32 Monaten. Der Vertrag beinhaltet unter anderem die Verschiebung und Regulierung des Flussbettes der Bäche Goworówka und Nowinka. Die Aufgaben umfassen auch die Versiegelung des Dammbodens mit einer wasserdichten Klappe sowie den Bau von Überlauf- und Auslösevorrichtungen. (red)