Freitag, 08. Februar 2019 – Morning Briefing

Pfusch weiter rückläufig – Logistikimmobilien Motor der Branche – Ausbildung im Bau steigt

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Positives Schlusslicht in der Schwarzarbeit – Europa: Büro- und Logistikflächen treiben Immo-Wirtschaft an – Deutschland: Wieder mehr Auszubildende, doch viele Stellen offen

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Zitat des Tages:

"Das Immobiliengeschäft bewegt sich meist im Rahmen nationalen Rechts."

Eberhard Sasse, Vorstand des Facility-Management-Konzerns Dr. Sasse, hält Brexit-Sorgen für unberechtigt. Die Effekte eines Brexits in der Immobilienwirtschaft werden nicht groß sein, so der Unternehmer, der außerdem darauf hinweist, dass in der Branche ja auch keine Lieferketten unterbrochen würden. 

Pfusch 

Laut dem Linzer Wirtschaftsprofessor Friedrich Schneider wird die Schattenwirtschaft in Österreich dieses Jahr 24,1 Milliarden Euro betragen – das wäre ein Rückgang um weitere fünf Prozent, nachdem sie seit 2005 bereits rückläufig ist. Trotzdem macht die Schwarzarbeit noch 6,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und EU-weit 16,3 Prozent. In Österreich wird in der Union immerhin noch am wenigsten gepfuscht. Laut Schneider würde es aber auch viele Häuser ohne Pfusch gar nicht geben.

Logistikimmobilien

Laut dem aktuellen DNA of Real Estate Report des amerikanischen Gewerbeimmobilien-Beratungsunternehmens Cushman & Wakefield waren Büro- und Logistikflächen im Gesamtjahr 2018 sowie im vierten Quartal alleine die wichtigsten Motoren der europäischen Immobilienwirtschaft. Logistikmieten in Europa hatten demnach 2018 die höchste Steigerungsrate der gesamten Branche der letzten zehn Jahre. Für 2019 wird für gut 40 Prozent der europäischen Märkte allerdings ein stagnierendes oder negatives Mietpreiswachstum prognostiziert.

Ausbildung

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zieht eine Ausbildungsbilanz zum Jahr 2018. Rund 14.100 neue Ausbildungsverträge wurden abgeschlossen, 1.100 mehr als noch 2017 und der fünfte Anstieg in Folge. Die Integration von Flüchtlingen habe klar zu dieser guten Zahl beigetragen. Laut der Bundesagentur für Arbeit waren zu Jahresende aber auch noch 2.000 Ausbildungsplätze in der Bauwirtschaft unbesetzt.

Unser Lesetipp des Tages: Ist E-Commerce bald die einzige Wahl im Baugewerbe?

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