Donnerstag, 29. August 2019 – Morning Briefing

Nationalstadion-Neubau in Parndorf? – Weniger Investitionen in deutsche Industrieimmobilien – 85 Prozent von The Brick bereits vermietet

Das Wichtigste des Tages in Kürze. Österreich: Warum neues Nationalstadion sicher nicht in Wien, vielleicht in Parndorf gebaut wird – Deutschland: Weniger Investitionen in Industrieimmobilien, Nachfrage nicht das Problem – Wien: The Brick feiert Dachgleiche, wie geht es weiter?

Von

Zitat des Tages:

„Wir dürfen allerdings nicht dem Irrglauben verfallen, dass BIM oder Digitalisierung ein Allheilmittel sind“,

sagt Walter Fleischer, Vorsitzender der Bundesfachabteilung Straßenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Vielmehr sei BIM ein Werkzeug, das bei richtiger Nutzung viele Vorteile bringen kann. Der HDB hat aktuell ein neues Positionspapier zum Thema BIM im Straßenbau veröffentlicht.

Parndorf neues Wien?

Kommt tatsächlich ein neues Fußball-Nationalstadion im burgenländischen Parndorf? In Wien wird es jedenfalls nicht gebaut werden, so viel ist klar. „Das ist schade, auf der anderen Seite sind wir aber froh, dass damit klare Fronten geschaffen sind“, sagt dazu ÖFB-Präsident Leo Windtner. Der Fußballbund sieht sich daher im Burgenland und in Niederösterreich um. Wiens Sportstadtrat Peter Hacker habe anscheinend nicht 300 bis 400 Millionen Euro in einen Neubau für ein paar wenige Spiele stecken wollen. Das Stadion wäre im Prater angedacht gewesen, eine Machbarkeitsstudie von 2017 hatte das nahegelegt. „Außerdem können wir aus dem Happel-Stadion noch viel machen. Ich bin offen für eine Investition ins Happel-Stadion“, so Hacker. Das Happel wurde zuletzt für die EM 2008 für 35 Millionen Euro umgebaut.

Angebot und Nachfrage

In Deutschland wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres 3,3 Milliarden Euro in Industrieimmobilien investiert. Davon machten Logistikimmobilien mit 2,5 Milliarden Euro 76,3 Prozent der Investitionen aus. Das geht aus einer aktuellen gemeinsamen Studie des Immobilienunternehmens Savills und des auf Logistikimmobilien spezialisierten Beratungsunternehmens Industrial Port hervor. Die Gesamtsumme ist um ein Viertel niedriger als im Vergleichszeitraum 2018, sei aber langfristig gesehen immer noch das drittstärkste Jahr aller Zeiten. Mangelnde Nachfrage ist jedenfalls kein Grund für sinkende Summen, eher mangelndes Angebot. 

Der Ziegel

Der dreiteilige Gebäudekomplex The Brick, integraler Bestandteil der Biotope City am Wienerberg in Wien-Favoriten hat nun Dachgleiche gefeiert. Projektentwickler ist Soravia, ausführendes Bauunternehmen die Strabag, größte Eigentümerin die Wiener Städtische und Hauptmieter ist Wienerberger. The Brick wird dabei ein Büro- und Hotelkomplex, wobei Wienerberger den vorderen der drei Gebäude noch dieses Jahr als neue Zentrale beziehen wird. 85 Prozent der Flächen sind bereits vermietet. Eine der Bauteile bleibt in Soravia-Besitz und wird ab Anfang/Mitte 2020 in 152 Hotelzimmern für Gäste freigegeben. 

Unser Lesetipp des Tages: „Frühere Bauprojekte werden so gut wie nie analysiert“

Erfahren Sie immer sofort vom neuesten Morning Briefing auf Twitter!

Regelmäßig Links zu interessanten Artikeln aus aller Welt, Fun Facts und Meinungskommentare finden Sie auch auf Twitter – folgen Sie der Frühaufsteherin der Redaktion hier!

Verwandte tecfindr-Einträge