27. Juli 2018 – Morning Briefing

Münchner Gruppe rettet Salzburger Altbauten – Mietvertragsgebühr mit Nachzahlungen – Deutsche stark am österreichischen Immobilienmarkt

Das Wichtigste des Tages in Kürze: Hirmer-Gruppe kauft Salzburg verfallsbedrohte Häuser ab – Mietvertragsgebühr steigt teilweise bei Gewerbeimmobilien – Österreichischer Immobilien-Investmentmarkt nahe am Rekord, auch dank Deutschen

morning briefing

Zitat des Tages:

„Die Bauindustrie hinkt der rasanten, digitalen Entwicklung anderer Wirtschaftszweige noch hinterher.“

Andreas Engelhardt, geschäftsführender Gesellschafter des Bielefelder Bauzulieferungsunternehmen Schüco. Das soll nicht so bleiben, denn Schüco und das ostwestfälische Bauunternehmen Goldbeck stiften eine Professur für Digitales Bauen an der Hochschule OWL für den Fachbereich Bauingenieurswesen.

Münchner Gruppe rettet Salzburger Altbauten

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer präsentierte diese Woche einen Investor, der drei denkmalgeschützte, doch vom Verfall bedrohte Häuser – das Hotel Straubinger, das Postgebäude und das Badeschloss – retten will. Das Land Salzburg hat die drei teilweise schon seit Jahrzehnten leerstehenden Gebäude am Straubingerplatz in Bad Gastein vor acht Monaten selbst gekauft um sie vor dem Verfall zu schützen. Die familiengeführte Münchner Hirmer-Gruppe hat nun für 7,5 Millionen Euro die Belle Époque-Häuser erstanden. Dem Land seien so keine Verluste entstanden.

Mietvertragsgebühr mit Nachzahlungen

Die Mietvertragsgebühr führt zu Unmut in der Immobilienbranche und Geschäftsmietern. Die Gebühr wurde zwar bei Wohnungen abgeschafft, bei Gewerbeimmobilien jedoch nicht. Für einige Unternehmen sind diese Kosten außerdem gestiegen, manche müssen mit Nachzahlungen rechnen. Rewe hat bereits bestätigt, im niedrigen sechsstelligen Bereich Nachforderungen erhalten zu haben.  

Deutsche stark am österreichischen Immobilienmarkt

Laut einem aktuellen Bericht von EHL sehen sich immer mehr deutsche Investoren am österreichischen Immobilienmarkt um. Der Immobilien-Investmentmarkt schloss das erste Halbjahr 2018 nur knapp unter dem Rekordniveau des Vergleichszeitraumes 2017 ab. Mehrere mittelgroße Transaktionen würden dieses gute Klima derzeit ausmachen, so EHL. Heimische Käufer würden zwar noch 72 Prozent der getätigten Investitionen ausmachen, auf den zweiten Platz kommt hier aber bereits Deutschland mit 26 Prozent, beziehungsweise 552 Millionen Euro.

Die Frühaufsteherin der Redaktion verabschiedet sich für zwei Wochen in den Urlaub. Das nächste Morning Briefing von Solid erwartet Sie dann am 14. August, wie immer um 08 Uhr 30. Wir wünschen Ihnen auch für diese Zwischenzeit einen wunderschönen guten Morgen!

Unser Lesetipp des Tages: Standortdebatte - Wie gut ist Österreich?

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