Frauen am Bau

Hubert Wetschnig, Habau: "Hoher Frauenanteil schafft besseres Arbeitsklima"

Die Chefs der Top-Five-Bauunternehmen Österreichs im Interview zu Frauenanteil und -strategie in ihren Firmen.

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SOLID: Wie sehen Sie die Perspektive von und für Frauen in Ihrer Firma?

Hubert Wetschnig: Der gesamte Frauenanteil liegt bei uns bei 10 % . Damit liegen wir klar über dem Durchschnitt der Bauindustrie Österreichs, der im selben Zeitraum bei 8,2% lt. WKO lag. Bei den Techniker/innen haben wir einen weiblichen Anteil in der Höhe von 8 % . Wir sind davon überzeugt, dass in den kommenden Jahren die Zahl der weiblichen Kolleginnen weiter steigen wird.

Was ist der Grund für den Wunsch nach mehr Frauen am Bau?

Wetschnig: Es ist nachgewiesen, dass Firmen mit hohem Frauenanteil ein besseres Arbeitsklima bieten und die damit verbundene erhöhte soziale Kompetenz zu einem besseren Unternehmensergebnis beiträgt.

Was sagen Sie grundsätzlich zu verpflichtenden Frauenquoten?

Wetschnig: Wir sind in einer Branche tätig, in der wir die Erfüllung einer verpflichtenden Quote wie 30 Prozent Frauen im Aufsichtsrat in einer kurzen Zeitspanne nur schwer erfüllen werden können. Nur 20% aller Absolventen technischer Studien sind etwa überhaupt weiblich - auch wenn ein technisches Studium für den Aufsichtsrat natürlich nicht nötig ist. Ich denke aber, es ist wichtig, schon sehr früh Mädchen bzw. junge Frauen für technische Berufe zu begeistern. Da muss meiner Meinung nach bereits in den Schulen angesetzt werden.

Die vollständigen Interviews und die von den Meinungen der Top-Five-Chefs teils abweichenden Ergebnisse einer SOLID-Umfrage finden Sie im ePaper von SOLID 11/2017!