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Mehr Büros und Wohnungen in Österreich – und weniger Rendite

Die Experten von CBRE wagen eine Prognose für 2020. Warum Österreich ein Verkäufermarkt ist und was man bei Logistikimmobilien erwarten kann, lesen Sie hier.

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Für das Jahr 2020 erwartet der Immo-Berater CBRE am heimischen Immo-Markt mehr neue Büroflächen, einen Bau-Höhepunkt am Wohnungsmarkt und Wachstum auch bei Logistik. Die Immo-Investment-Renditen dürften weiter sinken, doch lägen sie noch immer mehr als drei Prozentpunkte über jenen 10-jähriger Bundesanleihen. 2019 waren 5,9 Mrd. Euro in österreichische Immobilien investiert worden, ein Rekord.

Aufgrund des Nachfrageüberhangs sei Österreich ein "Verkäufermarkt", die Nachfrage sei also größer als das Angebot. Käufer würden neue Immo-Klassen für sich entdecken, etwa Logistikimmobilien, deren Renditen noch über europäischem Niveau lägen, aber nicht mehr lange. Das vorjährige Immo-Investment-Volumen in Logistikimmobilien von 450 Mio. Euro sollte 2020 zumindest erreicht werden, meinte Andreas Ridder, Managing Director CBRE Austria & CEE, am Dienstag.

Am Büromarkt in Wien sieht CBRE eine leichte Entspannung. Hier dürften 2020 und 2021 deutlich mehr Flächen fertiggestellt werden und zur Vermietung zur Verfügung stehen. Jedoch seien rund 40 Prozent dieser neuen Flächen Ende 2019 bereits vorvermietet gewesen. Dieses Jahrzehnt könnte auch zu einer "Dekade der Sanierungen" werden, so Ridder: Denn von den bis 2021 zu finalisierenden Flächen von 290.000 m2 Wien seien rund 30 Prozent Generalsanierungen.

Am Wohnungsmarkt werde der Bauboom 2020 seinen Höhepunkt erreichen. Heuer würden fast 10.000 neue geförderte Mietwohnungen fertig, zudem rund 5.000 neue freifinanzierte Wohneinheiten. "Das ist eine Versechsfachung des Volumens bei freifinanzierten Wohneinheiten gegenüber dem Jahr 2017, als gerade einmal 800 Wohnungen fertiggestellt wurden", so Ridder laut Aussendung. 2021 werde vorerst einmal Schluss sein mit dem Bauboom in Wien, zeigten die Bewilligungsdaten.

Am institutionellen Wohnungsinvestmentmarkt - wo 2019 ein Rekordwert von über 1,3 Mrd. Euro investiert worden sei -, habe sich der Fokus mittlerweile von Wien wegverschoben, schon ein Viertel des Volumens wird in Landeshauptstädten investiert, vor allem Graz. Diese Entwicklung dürfte sich 2020 fortsetzen, neben Graz auch in Linz und Salzburg.

Der Retailmarkt sei im Umbruch: 2020 würden in Österreich erstmals mehr neue Flächen in Fachmarktzentren als in Einkaufszentren errichtet. Der Großteil liege dabei im Burgenland. 2019 seien nur vereinzelt internationale Einzelhändler neu nach Österreich gekommen (2018: 25, 2017: 35), 2020 sollten es allerdings wieder mehr Markteintritte werden, glaubt CBRE. (apa/red)

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