Österreich, Brasilien

Magnesita/RHI-Deal von Brasiliens Wettbewerbshütern genehmigt

Außerordentliche Hauptversammlung zur Verschmelzung der RHI auf ihre niederländische Tochter RHI MAG NV für 4. August geplant.

Der börsennotierte österreichische Feuerfestprodukte-Hersteller RHI ist bei seiner 450 Mio. Euro schweren Übernahme der brasilianischen Magnesita weiter vorangekommen. Die brasilianische Wettbewerbsbehörde CADE habe am gestrigen 11. Juli 2017 die Freigabe hinsichtlich des geplanten Zusammenschlusses des RHI Konzerns mit der Magnesita Refratarios S.A. Refaratarios genehmigt, teilte RHI mit

Mit den fusionskontrollrechtlichen Freigaben in den USA, der EU und Brasilien seien nun wichtige Meilensteine erreicht worden. "Als nächsten Schritt entscheiden unsere Aktionäre auf einer noch einzuberufenden außerordentlichen Hauptversammlung unter anderem über die Verschmelzung der RHI AG auf ihre hundertprozentige niederländische Tochtergesellschaft RHI MAG NV. Wir planen diese Hauptversammlung für den 4. August", so Stefan Borgas, CEO von RHI und designierter CEO der zukünftigen RHI-Magnesita Gruppe am Mittwoch in einer Pressemitteilung.

Die EU hat Ende Juni unter Auflagen grünes Licht gegeben. Die RHI muss das Dolomitgeschäft im EWR sowie zwei Produktionsstandorte abgeben, die Magnesita muss sich vom deutschen Standort Oberhausen trennen. Bei den Standorten, die die RHI binnen sechs Monaten verkaufen muss, handelt es sich um Marone in Italien und Lugones in Spanien. Die Auflagen, die binnen sechs Monaten umzusetzen seien, bewegten sich "im Bereich der erwarteten Dimension", hatte die RHI am 28. Juni erklärt. (APA)