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Kuba eröffnet neuen Containerhafen

Kuba: Abgeschotteter Sozialismus mit ganz viel Sozialromantik, von außen hineinprojiziert - das war gestern. Heute öffnet sich das Land ganz langsam dem Kapitalismus. Etwa mit dem Bau neuer Infrastruktur. Das Ziel: Ein Drehkreuz für die ganze Karibik.

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Kubas sozialistische Regierung hat einen neuen Containerhafen in der kürzlich eröffneten Sonderwirtschaftszone westlich der Hauptstadt Havanna in Betrieb genommen. An der offiziellen Feier in dem Ort Mariel nahm neben Staatschef Raul Castro auch Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff teil.

Das südamerikanische Land hat das rund 960 Millionen US-Dollar (701,40 Mio. Euro) teure Projekt zum größten Teil mit einem Kredit finanziert. Der Containerhafen soll ein neues Logistik-Drehkreuz für den Warenverkehr in der Karibik werden.

Die Sonderwirtschaftszone war im vergangenen November im Zuge marktwirtschaftlicher Reformen eröffnet worden. 1980 war der Ort Mariel schon einmal in den Schlagzeilen: Damals flüchteten rund 125.000 Kubaner von hier aus in die USA. (dpa/apa/pm)