Krankenhaus Oberwart unter der Lupe

Landesrat Doskozil lässt geplanten Neubau des Krankenhauses Oberwart überprüfen.

Immobilien Burgenland Großprojekt Österreich

Der für die KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft m.b.H.), zuständige Landesrat Hans Peter Doskozil (SPÖ) lässt den geplanten Neubau des Krankenhauses Oberwart prüfen. Es sei legitim, dass man alles hinterfrage, bestätigte Doskozil am Freitag einen Online-Bericht der "BVZ". Der Neubau des Spitals sei jedoch unbestritten.

Es müsse aber noch Gespräche mit der Steiermark über eine mögliche Kooperation geben. Im Burgenland gelte es, sich angesichts der abgegebenen Standortgarantie für alle fünf Krankenhäuser zu überlegen, "wie können wir zukünftig das Gesundheitssystem und vor allem im Spitalsbereich so organisieren, dass es auch finanzierbar ist", erklärte Doskozil gegenüber der APA. Danach werde es in naher Zukunft eine klare Antwort geben, "wie, in welcher Form, in welcher Dimension" das Krankenhaus Oberwart gebaut werde.

Die in der Vergangenheit immer wieder als Kosten genannten 160 Millionen Euro bezeichnete der Landesrat als "historischen Wert", in dem etwa der Baukostenindex nicht mit eingerechnet sei. Er wolle zu Baubeginn Kosten vorliegen haben, "die realistisch sind und die eingehalten werden können". Auf die Frage, wann der Baustart bzw. die Fertigstellung möglich wäre, wollte sich Doskozil nicht festlegen.

Die Opposition ortete eine Kurskorrektur. "Endlich wurden Fehler zugegeben und somit steht einem Neustart nichts mehr im Wege", meinte ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner per Aussendung. Doskozil korrigiere seinen Parteikollegen Landesrat Norbert Darabos (dieser war zuvor für die KRAGES zuständig, Anm.), erklärte auch der Grüne Landtagsabgeordnete Wolfgang Spitzmüller. (APA)

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